Fall Trudel Ulmen | GA-Bonn

Fall Trudel Ulmen

Verurteilter Ehemann legt Revision ein

BONN/RHEINBACH. Der nach 16 Jahren wegen Totschlags an seiner Frau Trudel Ulmen zu elf Jahren Haft verurteilte Ehemann hat gegen die Entscheidung des Bonner Schwurgerichts vom 18. Dezember Revision eingelegt. Wie sein Verteidiger Martin Kretschmer erklärte, ist dies zunächst zur Fristwahrung geschehen. mehr...

"Journalist des Jahres"

Mediummagazin kürt Wolfgang Kaes

BONN. Die zehn "Journalisten des Jahres 2012" hat jetzt eine Jury der angesehenen Fachzeitschrift Mediummagazin gekürt. mehr...

Urteil im Ulmen Prozess

Sühne nach 16 Jahren

BONN. Das Bonner Schwurgericht spricht Trudel Ulmens früheren Ehemann des Totschlags schuldig und verhängt elf Jahre Haft. Für das Gericht steht fest: Der Angeklagte tötete seine Frau am 20. März 1996 im gemeinsamen Haus in Rheinbach, indem er sie mit einem Kissen erstickte. mehr...

Fall Trudel Ulmen

Reaktionen - "Endlich Gerechtigkeit für meine Schwester"

BONN. Trudel Ulmens Bruder ist froh, dass es überstanden ist. Die Staatsanwalt nennt das Urteil "gerecht". Verteidiger und Angeklagter wollen es hingegen prüfen. mehr...

Fall Trudel Ulmen

Elf Jahre Haft wegen Totschlags

BONN. Das Bonner Schwurgericht hat heute das Urteil gegen den angeklagten ehemaligen Ehemann von Trudel Ulmen gesprochen: Der heute 57-Jährige wurde wegen Totschlags zu elf Jahren Haft verurteilt. mehr...

Fall Trudel Ulmen

Ankläger beantragt zwölf Jahre Haft - "Mit absolutem Vernichtungswillen"

BONN/RHEINBACH. Das Interesse der Öffentlichkeit ist an diesem siebten Verhandlungstag im Prozess gegen den Ehemann der vor 16 Jahren getöteten Trudel Ulmen besonders groß: Es ist der Tag der Plädoyers, und der Zuschauerraum im großen Bonner Schwurgerichtssaal ist voll. Alle hören gebannt zu, als Oberstaatsanwalt Robin Faßbender schildert, wie er die Tat des Mannes auf der Anklagebank bewertet. Und für ihn zwölf Jahre Haft wegen Totschlags fordert. mehr...

Fall Trudel Ulmen

Staatsanwalt fordert zwölf Jahre Haft

BONN. Im Prozess um den gewaltsamen Tod der vor 16 Jahren angeblich verschwundenen Trudel Ulmen vor dem Bonner Schwurgericht hat Oberstaatsanwalt Robin Faßbender am Donnerstag zwölf Jahre Haft wegen Totschlags für den angeklagten Ehemann gefordert. mehr...

Schmuggel-Briefe aus dem Gefängnis

Note "sehr gut" gleich nach dem Verbrechen

BONN/RHEINBACH. Als die dritte Ehefrau des Angeklagten am zweiten Verhandlungstag im Zeugenstand plötzlich einen Brief ihres Mannes aus dem Gefängnis aus der Tasche zog, war das Schwurgericht völlig überrascht. Denn das bedeutete: Der 57-Jährige hatte den Brief an der Postkontrolle vorbei aus der U-Haft geschmuggelt. mehr...

Chronik eines Verbrechens

  • 29. Januar 1955: Gertrud Gabriele Lenerz wird in Mayen (Eifel) geboren und wächst als mittleres von drei Kindern eines Bahnarbeiters auf. Nach sehr gutem Realschulabschluss absolviert sie eine Ausbildung zur Arzthelferin.
  • 9. Juli 1976: Trudel Lenerz heiratet ihren langjährigen, gleichaltrigen Jugendfreund und nimmt dessen Nachnamen an. Ihr Mann hat zuvor als Zeitsoldat eine Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister beim Bundeswehr-Zentralkrankenhaus in Koblenz absolviert. Das Paar zieht von Mayen nach Rheinbach, weil sich dort eine gemeinsame berufliche Perspektive bietet: die Übernahme des Martinsbads.
  • Dezember 1979: Das Ehepaar kauft und bezieht ein Einfamilienhaus am KAB-Ring.
  • 2. Januar 1995: Trudel Ulmen tritt eine Stelle als Halbtagskraft im Medizinischen Archiv des Neurologischen Reha-Zentrums Godeshöhe an. Das Martinsbad hat das Paar in der ersten Hälfte der 90er Jahre aufgegeben. Ihr Mann arbeitet als Lehrer an einer Bonner Fachschule für Physiotherapie.
  • 21. März 1996: Trudel Ulmen erscheint nicht an ihrem Arbeitsplatz in Bad Godesberg.
  • 18. Juli 1996: In Bad Honnef-Rottbitze findet ein Radfahrer im Wald die verweste Leiche einer Frau. Ihre Identität wird trotz intensiver Ermittlungen nicht geklärt, ein Zusammenhang mit dem vier Monate zuvor als "aufgeklärt" abgelegten Vermisstenfall nicht hergestellt - trotz des Hinweises eines Arbeitskollegen Trudel Ulmens.
  • Oktober 1996: Trudel Ulmens Mann reicht beim Amtsgericht Rheinbach die Scheidung ein. Im Folgejahr wird die Ehe in Abwesenheit der Frau geschieden. Sie gilt als "unbekannt verzogen".
  • 15. Dezember 2011: Im General-Anzeiger erscheint eine Bekanntmachung des Amtsgerichts Rheinbach. Darin wird Trudel Ulmen aufgefordert, sich bis zum 28. Februar 2012 in Zimmer 207 des Amtsgerichts einzufinden, weil sie sonst für tot erklärt wird.
  • 9. Januar 2012: Im General-Anzeiger erscheint der erste große Bericht über den mysteriösen Fall. Die Kripo nimmt nach 16-jähriger Pause die Ermittlungen auf.
  • 16. April 2012: Kriminaldirektor Hans-Willi Kernenbach fährt nach Mayen und informiert persönlich die Familie Lenerz, dass ihre Trudel seit 16 Jahren tot ist. Der DNA-Abgleich mit der "unbekannten Frauenleiche" aus dem Siebengebirge beweist dies zweifelsfrei.
  • 16./17. April 2012: Nach stundenlanger Vernehmung im Bonner Präsidium gesteht Trudel Ulmens damaliger Ehemann, seine Frau am Abend des 20. März 1996 im gemeinsamen Schlafzimmer mit einem Kissen erstickt zu haben.
  • 18. Mai 2012: Im engsten Familienkreis wird die Urne mit den sterblichen Überresten auf dem Friedhof in Mayen beigesetzt.
  • August 2012: Die Bonner Staatsanwaltschaft klagt den ehemaligen Ehemann wegen Totschlags an

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