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Unfall auf der A3
Umgekippter Gefahrguttransporter legte den Verkehr im Siebengebirge lahm
Von Hansjürgen Melzer
SIEBENGEBIRGE. Ein umgestürzter Sattelzug mit Gefahrgut hat die A3 fast den gesamten Samstag lahmgelegt. Weil lange Zeit unklar war, ob bei dem Unfall gefährliche Substanzen freigesetzt worden waren, wurde eine Taskforce, eine neue gebildete Spezialeinheit der Kölner Berufsfeuerwehr, zu Hilfe gerufen. Erst gegen 14 Uhr konnte der Einsatzleiter der Feuerwehr Entwarnung geben.
Der Unfall ereignete sich um 6.45 Uhr zwischen dem Rastplatz Logebachtal und der Ausfahrt Siebengebirge in Fahrtrichtung Köln. Der 31-jähriger Fahrer hatte die Kontrolle über den Sattelzug verloren, kollidierte mit der Schutzplanke und prallte dann gegen die Mittelschutzplanke, woraufhin der Laster umkippte. Der Fahrer konnte sich leicht verletzt aus dem Sattelzug befreien. Auch am Sonntag konnte die Autobahnpolizei Köln keine Aussage zur Unfallursache machen. Den Sachschaden bezifferte sie auf rund 100.000 Euro.
Erst gegen 14 Uhr konnte die Autobahn in Fahrtrichtung Frankfurt wieder freigegeben werden. In Fahrtrichtung Köln blieb die A3 sogar bis 17.30 Uhr Uhr gesperrt. In diese Richtung bildete sich ein neun Kilometer langer Stau, in Richtung Frankfurt staute sich der Verkehr auf sieben Kilometern.
Weil die Autofahrer die Autobahn anfangs an der Ausfahrt Siebengebirge verlassen mussten, kam es auf den Umleitungsstrecken, wie zum Beispiel in Ittenbach, ebenfalls zu langen Staus. Später wurde die A3 ab dem Kreuz Bonn-Siegburg gesperrt.
Die Einsatzleitung übernahm Stadtbrandinspektor Torsten Budde von der Feuerwehr Bad Honnef. Aufgrund der Kennzeichnung des Fahrzeugs und der Ladepapiere bestand die Befürchtung, dass sich unter dem Ladegut gefährliche Stoffe befinden könnten. Auch der Fahrer wies darauf hin. Nach aufwendigen Bergungsarbeiten, zum Teil trugen die Feuererwehrleute dabei spezielle Chemikalienvollschutzanzüge, konnte Entwarnung gegeben werden.
Um sich Zugang zu dem Container, in dem sich das Gefahrgut hätte befinden können, zu verschaffen, musste eine Leitplanke abgetrennt werden. Nachdem die Feuerwehr ihre Arbeit getan hatte, übernahm ein Spezialunternehmen die weiteren Aufräum- und Bergungsarbeiten.
Die letzten Kräfte der Feuerwehr konnten die Einsatzstelle nach einem langen Tag gegen 16 Uhr verlassen. Die 260 Einsatzkräfte kamen von den Feuerwehren Bad Honnef, Königswinter, Hennef, Eitorf, Niederkassel und Bornheim, dem Königswinterer Rettungsdienst, dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz.
Artikel vom 25.03.2012
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