Bevölkerungsschutz: Üben, damit es im Ernstfall funktioniert | GA-Bonn

Bevölkerungsschutz

Üben, damit es im Ernstfall funktioniert

Bad Neuenahr-Ahrweiler.  Vogelgrippe, EHEC oder Fukushima - alles schon verdrängt? Die Vorbereitung im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz in besonderen Gefahrenlagen ist noch bis Samstag Thema des zweiten Forums für interdisziplinäre Zusammenarbeit. 200 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich tauschen sich auf Einladung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) aus, wollen Impulse setzen und geben.

Was tun nach einem Atomunfall? Ein Experte führt vor, wie die Strahlung an einem Menschen gemessen wird. Foto: Gausmann

"Die Ereignisse in Japan haben weltweit den Bevölkerungsschutz herausgefordert, über bestehende Schutzmaßnahmen und Notfallkonzepte nachzudenken", sagte Thomas Mitschke Donnerstag zur Halbzeit des Forums. Mitschke ist als Leiter der Akademie für Krisenmanagement, Notfallvorsorge und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler Gastgeber des Kongresses, der im Bad Neuenahrer Kurhotel und für praktische Übungen in der AKNZ stattfindet.

Sinn des Treffens der Führungskräfte des Zivilschutzes auf allen Ebenen ist das Zusammenführen von Experten, bevor Katastrophen eintreten. Denn dabei zählen Zusammenarbeit und insbesondere Kommunikation. Dabei geht es laut Mitschke auch um die Erfahrungen aus den jüngsten Epi- und Pandemien, um realitätsnahe Ausbildung und Gefahrenabwehr. Praktisch zum Beispiel darum, durch methodische Übungsansätze einen Massenanfall von Verletzten zu managen, soll heißen, in Krankenhäusern unterzubringen. Mit im Boot sind in Bad Neuenahr auch Experten von Polizei und Bundeswehr sowie Wissenschaftler.

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