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Rastplatz Peppenhoven
Totes Neugeborenes ist Opfer eines Verbrechens geworden
ga
Bonn. Die Leiche eines neugeborenen Säuglings ist am Sonntagnachmittag auf dem Rastplatz Peppenhoven-Ost an der A61 bei Rheinbach gefunden worden. Ein Lastwagenfahrer hatte das tote Kind um 17.30 Uhr unter seinem Fahrzeug gefunden und die Polizei informiert. Diese geht nach der Obduktion mittlerweile von einem Tötungsdelikt aus.
Grausiger Fund am Rastplatz Peppenhoven (A 61) bei Rheinbach: Ein rumänischer Lkw-Fahrer hat am späten Sonntagnachmittag einen toten Säugling unter seinem Lastwagen gefunden. Er informierte sofort die Polizei. Offenbar war der Junge gerade erst entbunden und dort abgelegt worden. Von der Mutter fehlte zunächst jede Spur.
"Nach der Obduktion ist zweifelsfrei von einem Tötungsdelikt auszugehen", sagte Polizeisprecher Frank Piontek am Montag.
Polizei und Staatsanwaltschaft riegelten den Rastplatz am Sonntag ab und vernahmen zahlreiche Zeugen. Außerdem orderten sie eine Einsatzhundertschaft, die das Gelände weiträumig absuchte. Bisher gibt es keine heiße Spur, wer das Baby unter dem Lkw abgelegt haben könnte. Die Polizei bildete eine Mordkommission.
Wegen des Sonntagsfahrverbots für Lkw hatten zahlreiche Lastwagenfahrer dort schon seit Samstag gestanden. Gegen 17.30 Uhr hatte der Rumäne das Baby entdeckt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Zur Todesursache konnte die Polizei am Montag noch nichts sagen. Auch die Herkunft des Kindes ist noch nicht bekannt.Die Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Zeugen wurden befragt, jeder Stein herumgedreht. Auch die beiden Trucker, die seit dem Vorabend nehmen dem rumänischen Lkw standen, hatten tagsüber nichts beobachtet. Jan Oliklopus aus den Niederlanden: "Ich stand nur wenige Meter entfernt, ich habe nichts Verdächtiges bemerkt."
Sein Kollege Mario Kronfuß aus Österreich, der am Nachmittag im Truck nebenan geschlafen hatte, zeigte sich fassungslos: "Wer macht so etwas?"
Die Polizei bittet Zeugen, die zwischen 14 und 17.45 Uhr auf dem Rastplatz etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich zu melden unter der Telefonnummer 0228/150 und fragt: Wer kennt eine Frau, die schwanger war und nun aber kein Kind hat?
Artikel vom 15.07.2012
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