Sperrung für Laster ab 15. April

Staugefahr auf Kölner Ring steigt

BONN.  Autofahrer auf der A1 müssen sich vom Wochenende an auf eine neue Verkehrsführung einstellen. Grund dafür ist die Verschiebung des Baustellenbereichs am Lärmschutztunnel Lövenich, wie Straßen.NRW mitteilte.

Zunächst wird der Verkehr auf der A1 zwischen dem Autobahnkreuz Köln-West und der Anschlussstelle Köln-Lövenich für eine zweiwöchige Übergangszeit neu geführt, was zu Behinderungen in diesem Bereich führen dürfte.

Innerhalb dieses Zeitraumes ist sowohl die Weströhre des Tunnels in Richtung Süden als auch die Oströhre in Richtung Norden auf nur jeweils zwei verengten Fahrstreifen befahrbar. Die Überleitung von der A4 aus Richtung Aachen auf die A1 in Richtung Dortmund und auch die beiden Autobahnauffahrten in der Anschlussstelle Lövenich sind jedoch komplett gesperrt.

"Wir geben für diese Zeit keine spezifischen Umleitungsempfehlungen, sonst besteht eine zu starke Belastung auf den Umleitungsstrecken und auch die Städte laufen komplett voll", so Laurenz Braunisch vom Landesbetrieb für Straßenbau. "So bleibt die Hoffnung, dass sich die Gesamtbelastung etwas verteilt."

Der betroffene Autobahnbereich werde jedoch täglich von 115.000 Fahrzeugen befahren, die in der Übergangsphase alternative Strecken suchen oder die verengte Tunnelleitungen befahren. Eine seriöse Einschätzung zur Staugefahr sei im Voraus nicht zu treffen, sagt Braunisch, aber die Belastung der Strecke sei hoch, und die A3 und die A4 werden besonders betroffen sein. Denn die Baustelle in Lövenich ist nur eine von zwei Großbaustellen, die den Kölner Ring belasten. Auf der A3 im Kölner Osten behindere eine weitere Baustelle den Verkehrsfluss in dem Bereich zwischen Dellbrück und Mühlheim.

Nach dem 15. April wird sich die Lage nicht entspannen. Braunisch erklärt, dass dann eine weitere Beschränkung hinzukommt: "Ab dem 15. April ist die A1 zwischen dem Kreuz Köln-Nord und dem Kreuz Köln-West für Lastwagen mit mehr als siebeneinhalb Tonnen komplett gesperrt." Die Umleitung verlaufe dann durch den westlichen Tunnel, dessen Brandschutzvorkehrungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht den Richtlinien entsprechen und für Lastwagenverkehr nicht geeignet seien.

Lastwagen machen auf diesem Autobahnabschnitt laut Braunisch zwölf Prozent der Tagesbelastung aus.

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