Stadt setzt sich gegen Kaninchenplage ein

BORNHEIM.  Die Stadt Bornheim will dazu beitragen, dass die Kaninchenplage im Vorgebirge eingedämmt wird. Das erklärt Bürgermeister Wolfgang Henseler in der Vorlage zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses, die am 1. März stattfindet.

Die FDP hat das Thema auf die Tagesordnung gebracht, nachdem die Landwirtschaft über eine Kaninchenplage geklagt hatte. Im Vorgebirge herrschen günstige Bedingungen für die Vermehrung, es fehlen natürliche Fressfeinde, die Nager finden in der Landschaft gute Unterschlupfmöglichkeiten, und die Jagd auf Kaninchen ist nur eingeschränkt möglich. Erhebliche Wildschäden und Verluste beim Saatgut sind die Folgen (der GA berichtete).

Die FDP forderte Henseler jetzt auf, mögliche Gegenmaßnahmen darzustellen. Die Stadt sei nicht die federführende Behörde, teilt der Bürgermeister mit. Das seien der Rhein-Sieg-Kreis beziehungsweise der benachbarte Rhein-Erft-Kreis. Die Stadt könne nur als betroffene Kommune oder als Grundstückseigentümerin mitreden. Der Bürgermeister unterstütze aber die Landwirte bei der Schadensbegrenzung, heißt es in der Vorlage für den Umweltausschuss.

"So hat er im Zusammenhang mit Rekultivierungsflächen bei der Unteren Landschaftsbehörde bereits vor zwei Jahren erreichen können, dass an den Grundstücksgrenzen der Flächen Jagdstreifen freigelegt werden." Diese seien auch auf Grundstücken des Wasserbeschaffungsverbands Wesseling-Hersel im Umfeld des Wasserwerkes angelegt worden.

Die Stadt Bonn sei zudem aufgefordert worden, die Rekultivierung der ehemaligen Deponie in Hersel mit den Bedürfnissen der Landwirtschaft abzustimmen. Weiter heißt es in der Vorlage: "Der Bürgermeister ist auch weiterhin bereit, sich am weiteren Dialog zwischen Landwirtschaft, Jagdpächtern und unterer Jagdbehörde moderierend zu beteiligen und diesen mit Maßnahmen auf eigenen Grundstücken gegebenenfalls zu unterstützen."

Der Umweltausschusses tagt am Donnerstag, 1. März, ab 18 Uhr im Bornheimer Rathaus.

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