Auf dem Michaelsberg: Sommerakademie feierte Lichternacht und Jubiläum | GA-Bonn

Auf dem Michaelsberg

Sommerakademie feierte Lichternacht und Jubiläum

Siegburg.  Gitarrenklänge tanzten durch die Luft und lockten auf den Michaelsberg, Hunderte Kerzen wiesen den Weg aus, erleuchteten den Hang und leiteten die Besucher zum Eingangstor aus überdimensionalen Mikado-Stäben.

Hier geht es zur Kunst: Die überdimensionalen Mikado-Stäbe bilden das Tor zur Sommerakademie auf dem Michaelsberg. Foto: Holger Arndt

Das Junge Forum Kunst feierte am Samstag die große Lichternacht zum Abschluss der diesjährigen Sommerakademie auf dem Michaelsberg. Gleichzeitig wurde Jubiläum gefeiert: Seit nunmehr 15 Jahren stehen die Sommerferien am Berg im Zeichen der Kunst.

"Die drei Wochen waren wirklich schön", findet Organisatorin Martina Clasen. Die Akademie ist ein kreatives, künstlerisches Kompaktprogramm für Jung und Alt, das wirklich alles, was die Kreativität erlaubt, zu bieten hatte. In der ersten Hälfte der Sommerferien gab es in diesem Jahr beispielsweise eine Sommerwerkstatt für Kinder und Jugendliche, einen Graffiti- und Musikworkshop, Bildhauerei und ein Sommertheater für junge Nachwuchsschauspieler.

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Auf dem Abschlussfest präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse zwischen den aufgestellten Lichtern. Auch das Theater-Training mit der Siegburger Schauspielerin Julia Torres war erfolgreich, und so präsentierten die jungen Darsteller nach fünf Tagen Training ein 30-minütiges Theaterstück, das die TV-Welt - egal ob Verkaufs- oder Late-Night-Show - auf die Schippe nahm.

Für viele Lacher sorgte der zwölfjährige Cedrik in seiner Paraderolle als Stefan Raab. "Das Spielen und gemeinsame Üben hat wirklich viel Spaß gemacht", sagt er. Das Wichtigste in der Woche ist für Schauspielpartner Najah aber etwas ganz anderes: "Wir beide kannten uns vorher nicht und sind jetzt die besten Freunde geworden." Kunst verbindet eben.

Das gilt auch für Martina Clasen und den Künstler und Initiator der Sommerakademie, Karl-Heinz Löbach. Vor 15 Jahren startete Löbach die Sommerakademie mit einem Bildhauerkursus und 25 Teilnehmern. Auch Clasen besuchte den Workshop, fünf Jahre später erweiterte sie das Angebot für Kinder und Jugendliche.

"Wir haben dann zusammen immer ein weiteres Jahr dran gehängt und das Angebot und das Interesse wurden dann Stück für Stück immer größer", erzählt Löbach. Dass die Sommerakademie so erfolgreich geworden ist, liegt neben den beiden Künstlern auch an Melanie Samm, die von Anfang an die Werbetrommel gerührt hat, und den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich seit Jahren engagieren.

"Ich habe gehofft, dass das ganze Projekt so groß wird und eine so lange Zeit überlebt", sagt Clasen. Gedacht hätte sie es vor zehn Jahren aber nicht. "Es war einfach der richtige Zeitpunkt, das Angebot so zu erweitern." Die Zukunft der Sommerakademie ist derweil noch nicht ganz gesichert. Die Abtei am Michaelsberg wird vom Katholisch-Sozialen (KSI) Institut übernommen. Erste Gespräche zur weiteren Nutzung sind laut Löbach aber sehr positiv verlaufen.

Bereits im vergangenen Jahr machten sich die beiden Künstler Gedanken um die Zukunft der Sommerakademie. "Wir haben dann entschieden, dass wir auf jeden Fall noch Jahre weiter machen wollen", betont Clasen. Es sei einfach "zu schön und zu gut". Beide sind sich auch sicher, dass die Sommerakademie auch noch wachsen kann. Die Aussichten für die Zukunft betont Clasen ganz deutlich: "Hier steckt einfach noch viel mehr drin."

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