Restaurantführer 2012
Die Letzten werden die ersten sein. Die bisher mit schnellen Internetverbindungen unterversorgten Gebiete in Witterschlick, Volmershoven und Heidgen bekommen im Frühjahr eine Glasfaserverbindung für den Internetanschluss, der bis zu 50 Megabit pro Sekunde leistet. Nur symbolisch war der erste Spatenstich der Vertreter der Gemeinde Alfter und des RWE-Konzerns, der die Glasfaserverbindung herstellt. Denn gebaut wird bereits seit rund drei Wochen.
Viele Unternehmen, Freiberufler und auch Privatleute sind heute auf einen schnellen Zugang zum Internet angewiesen, sagte der Alfterer Bürgermeister Rolf Schumacher. Wie berichtet, verfügen große Bereiche Witterschlicks, vor allem das Gewerbegebiet, aber auch Volmershoven und Heidgen zurzeit nur über langsame ISDN-Verbindungen. "Mit dem Glasfaserkabel wird eine große Lücke in unserem Gemeindegebiet geschlossen", dankte Schumacher der RWE für die Investition.
Tiefbauarbeiten sollen Ende März beendet sein
Insgesamt rund 3.000 Haushalte in etwa 1.000 Gebäuden haben künftig die Möglichkeit, das neue Angebot zu nutzen. Der RWE-Konzern investiert "mehrere hunderttausend Euro", sagte das RWE-Vorstandsmitglied Heinz-Willi Mölders. In Rheinland-Pfalz habe die RWE bereits Erfahrungen im Erstellen der Glasfaserverbindungen gesammelt. Die Haushalte in Witterschlick, Volmershoven und Heidgen bekommen die Möglichkeit, Angebote zu marktüblichen Preisen zu nutzen, sagte Bürgermeister Schumacher.
Denn die entstehende Glasfaser-Infrastruktur wird ein offenes Netz sein. Das bedeutet, dass die RWE das Angebot nicht direkt beim Endkunden vermarktet, sondern den verschiedenen Anbietern zur Verfügung stellt, erklärte Steffen Müller. Welche Firmen das sein werden, konnte er noch nicht sagen. "Wir sind mit vielen Anbietern in Verhandlungen", sagte er.
Wenn das Wetter mitspielt, werden die Tiefbauarbeiten Ende März beendet sein, so Hubert Horst, Netzplaner der RWE. Mehrmals wird die Bahnlinie der Regionalbahn RB 23 gequert. Wenn die Leerrohre verlegt sind, werden die Glasfaserkabel mit Luftdruck in die Rohre geblasen und mit dem Telefonnetz verbunden. Voraussichtlich im April, so der Plan, können die ersten Haushalte das schnelle Datennetz nutzen.
Für Februar ist eine Informationsveranstaltung geplant, um die Bürgerinnen und Bürger über die Telekommunikationsanbieter zu informieren. Bürgermeister Schumacher rät, keine Verträge zu verlängern bevor die neuen Anbieter feststehen.
Artikel vom 20.12.2011