So gesehen: Schlaflos im Vorgebirge | GA-Bonn

So gesehen

Schlaflos im Vorgebirge

So richtig schön ist das ja nicht, wenn man gerade eingeschlummert ist und dann aus dem ersten Schlaf gerissen wird. Noch dazu von einer energischen Feuerwehrsirene. So erging es in der Nacht zum Sonntag gegen Mitternacht zumindest denjenigen Roisdorfern, die sich bereits zur Ruhe gebettet hatten.

Naja, muss halt sein, wenn es irgendwo brennt, dachten sich die Aufgeschreckten, die Rettungsleitstelle kann die Feuerwehrleute ja nicht einzeln anrufen.

Doch es brannte glücklicherweise nirgends. Dennoch heulte die vermaledeite Sirene etwa 20 Minuten lang. Nur unterbrochen von kurzen Pausen. Vermutlich zum Luftholen.

Der Bornheimer Stadtbrandmeister Hans-Georg Gennrich hat die Sache umgehend nachgeprüft. Er geht davon aus, dass ein Blitz in den Sirenenkasten eingeschlagen und in einem Modul eine Überspannung verursacht hat. So kam es zu dem Dauerheulton, der fast so unangenehm in die Ohren drang wie eine 70er-Jahre-Bee-Gees-Platte. Als die Feuerwehrleute den Fehler gefunden hatten, stellten sie die Sirene ab. Roisdorf konnte wieder schlafen gehen.

Gestern Mittag dann beschallte die Sirene den Ort schon wieder. Diesmal aber nur kurz. Und es brannte auch wirklich. An der Mörnerstraße schlugen die Flammen aus einem Abfallbehälter. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Anwohner aber bereits den brennenden Müll gelöscht. Ziemlich ausgeschlafen also.

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