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Wachtberger Hallenbad
Nach Sanierung wieder geöffnet
kpo
WACHTBERG-BERKUM. Sicherheit geht vor. Besonders dann, wenn am Dach des Wachtberger Hallenbades rostige Stellen gefunden werden. Im Mai 2011 sorgte das für die recht spontane Schließung des Bades, der sich recht dringliche Beratungen in der Gemeindeverwaltung anschlossen.
Kopfüber hinein ins Vergnügen: Emma hat lange genug darauf gewartet, dass das Hallenbad wieder offen ist. Foto: Stefan Knopp
Schließlich gab es einen Sanierungsplan, der für mehr als eine Millionen Euro umgesetzt wurde. Nach einigen Planungsänderungen und Verzögerungen war es gestern nun soweit: Bürgermeister Theo Hüffel und Architekt Alfons Tamburro gaben das Hallenbad frei.
Besonders die planschfreudigen Kinder stürmten die Becken. Emma (7) und Lilith (8) haben in diesem Bad schwimmen gelernt und freuten sich sehr über die Wiedereröffnung. "Es ist jetzt schöner als vorher", meinte Emma. Die Wachtberger zog es während der Umbauzeit zum Schwimmen in die verschiedensten Richtungen.
"Wir sind nach Rüngsdorf gegangen", sagte Lilith. Ingo Bäumer aus Pech war mit seiner Familie nach Meckenheim ausgewichen, Claudia Schäfer badete in Rheinbach. Alle sind froh, dass das Hallenbad um die Ecke - im Wachtberg ja durchaus ein dehnbarer Begriff - wieder geöffnet ist. "Es ist sehr schön geworden", fand Bäumer, dessen Tochter Anna (3) dort nun das Schwimmen lernen soll.
"Für die Kinder ist das hier toll", meinte Schäfer. "Die brauchen gar nicht so viel, um Spaß zu haben. Hauptsache sie sind im Wasser." Große Rutschen oder Sprungtürme hat das Bad auch nach dem Umbau nicht zu bieten, bei dem vorrangig das Dach neu gestaltet wurde. Außerdem gibt es eine neue, bunte Beleuchtung über dem Nichtschwimmerbecken.
Die meisten anderen Veränderungen, etwa die Dämmung in Wänden und Dach, sind nicht zu sehen. Das Bad dient in erster Linie dem Schwimm- und Sportverein (SSV) Wachtberg, dem Sportverein Wachtberg sowie den Schulen als Schwimmstätte, außerdem kommen laut Hüffel besonders gerne ältere Wachtberger dorthin, um in Ruhe ihre Bahnen zu schwimmen.
Den SSV hatte die Schließung besonders hart getroffen. "Wir konnten ein ganzes Jahr nicht trainieren", sagte der Vorsitzende Peter Kruse. "In der Zeit haben wir 160 Mitglieder verloren." Das sei aber kein allzu großes Problem: "Nach den Sommerferien nehmen wir neue Mitglieder auf. Wir haben schon viele Anfragen."
Artikel vom 09.07.2012
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