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In Höhe der Rheidter Nato-Rampe
Motorschiff läuft auf Grund
Von Axel Vogel
Niederkassel. Am Sonntagmorgen musste auf dem Rhein zwischen Niederkassel und Rheidt noch einem Havaristen geholfen werden, der sich im Vorfeld der Großveranstaltung „Rhein in Flammen“ festgefahren hatte.
Wie Markus Neumann, zuständig beim Wasser- und Schifffahrtamt Köln für den Rheinabschnitt Niederkassel, auf Anfrage mitteilte, hatte der Kapitän des Motorschiffes „Linde“ am Samstagabend anlässlich der Sperrung des Stroms wegen „Rhein in Flammen“ versucht, in Höhe von Niederkassel den Anker zu werfen.
Doch fand der Anker auf dem kiesigen Boden keinen Halt, so dass das Schiff durch die Strömung abtrieb und auf eine Kiesbank gedrückt wurde. Laut Markus Neumann war die MS Linde mit 2000 Tonnen Benzin vom Godorfer Hafen in Richtung Andernach unterwegs war.
Noch am Abend sei dann nach Aussage Neumanns das Wasser- und Schifffahrtsamt wie auch die anderen Behörden von dem Unfall informiert worden. Um die MS Linde wieder freizubekommen, hatte man beim Wasser- und Schifffahrtsamt bereits für Sonntagvormittag die Umladeaktion eines Teils der Ladung auf ein zweites Tankschiff veranlasst.
Gefahr für das havarierte Tankschiff bestand nach Auskunft der Leitstelle der Wasserschutzpolizei in Duisburg allerdings nicht. Auch sei es zu keinen Behinderungen für die Schifffahrt auf dem Rhein gekommen, so die Leitstelle weiter.
Nachdem die MS Linde sich etwa 50 Meter vom Ufer entfernt nahe der Nato-Rampe bei Rheidt festgefahren hatte, bekam das Schiff zunächst Besuch von dem Schlepper „Rheinland“. Der richtete den Bug des Havaristen wieder mehr in Richtung Strommitte aus, da vor allem das Heck geleichtert werden sollte.
„Wenn das Schiff wieder frei schwimmt, sollte es nicht sofort wieder von der Strömung in Richtung Ufer gedrückt werden“, erklärte Schifffahrtsexperte Neumann die Maßnahme. Um kurz nach 11 Uhr erreichte dann ein zweites Motorschiff die Unfallstelle, das Tankschiff. Die MS „Pride of Faial“ manövrierte sich im Strom an die MS Linde heran. Ein Boot der Wasserschutzpolizei Bonn sicherte während des Manövers die Unfallstelle für den Schiffsverkehr.
Nachdem die „Pride of Faial“ längsseits gegangen war, begann das Leichtern der Ladung: Exakt 400 Tonnen Sprit, so Neumann, der die Aktion überwachte. Genug Auftrieb, damit das Motorschiff um 14.30 Uhr wieder von der Kiesbank freikam. Da nichts beschädigt war, hatte die Wasserschutzpolizei auch keine Bedenken, führte Markus Neumann aus, dass die MS Linde ihre Fahrt wieder aufnahm.
Artikel vom 06.05.2012
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