Bad Neuenahr: Kur AG verschiebt Hauptversammlung | GA-Bonn

Bad Neuenahr

Kur AG verschiebt Hauptversammlung

Bad Neuenahr.  Die Kur AG Bad Neuenahr hat ihre eigentlich für das Frühjahr terminierte Hauptversammlung auf den 31. August verschoben. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage des General-Anzeigers.

"Durch den außerplanmäßigen Vorstandswechsel mussten Arbeitsabläufe intern verlagert und neu organisiert werden. Diesem Umstand mussten wir zeitlich Tribut zollen, so dass der Termin neu angesetzt wurde", sagte Vorstand Gert Zimmermann, der am 1. März die Nachfolge von Hans-Ulrich Tappe antrat. Ein geprüfter Wirtschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2011 liege noch nicht vor.

Auf die Frage, ob es richtig sei, dass es dem General-Anzeiger bekannte Überlegungen zum Verkauf des Kurparkes, des Lennéparks sowie der einst an die Kur AG abgetretenen Ahr-Ufer an die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gebe, sagte Zimmermann wörtlich: "Wie in jedem Wirtschaftsunternehmen analysieren wir unser operatives Geschäft und Handeln nach betriebswirtschaftlichen Aspekten. Somit beschäftigen wir uns auch kontinuierlich mit Überlegungen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation und Entwicklung der Gesellschaft." Erst im April hatte der Tappe-Nachfolger im GA erklärt, es werde nicht zu einem Verkauf des Tafelsilbers kommen.

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Weiter sagte er damals, auf die Finanzlage der Kur AG angesprochen: "Zahlen kann ich noch keine nennen, da sie noch nicht durch den Aufsichtsrat sind, was voraussichtlich Anfang Mai geschehen wird.

Die Ergebnisse sind jedoch besser als 2010, wenn auch noch nicht zufriedenstellend. Natürlich muss etwas geschehen, um das Unternehmen auf geeignete Füße zu stellen." Sobald der Jahresabschluss (Vorjahr: minus 840.000 Euro) vom Aufsichtsrat festgestellt sei , könne über das Ergebnis 2011 der Kur AG, zu der auch die defizitäre Ahr-Therme gehört, berichtet werden, teilte Zimmermann gestern mit.

Allein die Spielbankabgabe dürfte dem Unternehmen bereits heftige Kopfschmerzen bereiten. Sie ist nach GA-Informationen auf weit weniger als eine Million Euro abgestürzt. Zimmermann war Vorstandschef geworden, nachdem Tappe das Unternehmen verlassen hatte.

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