Bundespolizei in Hangelar: Kollegen trauern um Randolf Virnich | GA-Bonn

Bundespolizei in Hangelar

Kollegen trauern um Randolf Virnich

BORNHEIM.  Trauer und Bestürzung bei der Bundespolizei in Hangelar: Bei dem am Dienstagabend auf der L192 bei Bornheim tödlich verunglückten Motorradfahrer handelt es sich um Randolf Virnich (51), Präsident der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin.
Bild 2 von 3

Die Feuerwehr beim Einsatz auf der L192. Foto: Feuerwehr Bornheim

Das teilte am Mittwoch die Bundespolizei in Hangelar mit. Damit verliert die Bundespolizei ihren höchsten Behördenleiter in Nordrhein-Westfalen, der für rund 3400 Mitarbeiter verantwortlich war.

Am Mittwoch hatte die Polizei die Landstraße rund zweieinhalb Stunden zur Sicherung von Unfallspuren gesperrt. "Wir verlieren mit Herrn Präsident Virnich einen hoch geschätzten Behördenleiter und Freund", sagte Vizepräsident Joachim Moritz stellvertretend für alle Kollegen der Bundespolizei.

Weitere Links

"Seine menschliche und fachliche Kompetenz wird die Bundespolizei sehr vermissen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und Familie." Virnich, der 1980 in den damaligen Bundesgrenzschutz eingetreten war, hatte im Juni 2010 die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin übernommen. Zuvor leitete der Vater einer Tochter im Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln die dortige IT-Abteilung. Zu seinen Stationen gehörte auch das BGS-Fernmeldewesen in Heimerzheim.

Zu dem folgenschweren Unfall war es gegen 19 Uhr am Dienstag gekommen, als sich Virnich laut Bundespolizei auf dem Heimweg von Sankt Augustin nach Euskirchen befand. Der 51-Jährige kam mit seinem Motorrad aus Richtung des Kreisels der L281 und setzte dann seine Fahrt auf der L192 nach Bornheim fort.

Auch wenn der Verunglückte nach GA-Informationen erst seit zwei Jahren einen Zweiradführerschein besaß, galt Virnich als besonnener und zurückhaltender Fahrer, der auch an zahlreichen Sicherheitstrainings teilgenommen hatte. Trotzdem muss etwas schief gegangen sein bei einem Überholvorgang, den er etwa 500 Meter hinter dem Kreisverkehr startete: Virnich wollte auf einer Geraden an dem Wagen eines 49-jährigen Mannes vorbeiziehen.

Aus noch ungeklärter Ursache kam er dabei aber nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit seinem Motorrad gegen die Leitplanke am Fahrbahnrand. Virnich starb an der Unfallstelle, ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Das Motorrad war bei der Kollision in Brand geraten und musste von der Bornheimer Feuerwehr gelöscht werden. Noch am Abend des Unfalls begann die Polizei mit der Sicherung der Spuren, weshalb die L192 für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt werden musste.

Auch ein Sachverständiger war vor Ort. Zudem wurden die Unfallfahrzeuge sichergestellt. Am Mittwoch gegen 13 Uhr waren erneut Verkehrs- und Unfallexperten der Bonner Polizei vor Ort auf der gesperrten Landstraße. Neben Digitalaufnahmen aus der Vogelperspektive mit Hilfe einer Teleskopkamera wurden auch Unfallspuren vermessen. Zudem nahm ein Dekra-Experte den Unfallort unter die Lupe.

Dass hier im Falle des getöteten Bundespolizeipräsidenten ein besonderer Aufwand bei der Unfallaufnahme betrieben wurde, wollte Polizeisprecher Christoph Schnur allerdings so nicht stehen lassen: "Es ist nicht unüblich, dass sich auch die zuständigen Sachbearbeiter des Verkehrskommissariats Meckenheim selber noch einen Eindruck vom Unfallort verschaffen wollen." Das habe auch nichts mit der Unfallaufnahme am Dienstagabend zu tun, bei der laut Schnur "alles richtig gemacht wurde".

Abo-Bestellung

Anzeigen

Anzeige

Leserfavoriten

Folgen Sie uns auf Google+

Umfrage

Das deutsch-deutsche Traumfinale ist perfekt. Bleibt nur die Frage: München oder Dortmund?

Bayern München
Borussia Dortmund