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Bauhaus-Erweiterung in Bornheim
FDP, SPD und UWG/Forum kritisieren Nein des Rats
Von Ulrike Sinzel
BORNHEIM. Die Entscheidung des Bornheimer Rats, eine Erweiterung der Fachmarkt-Kette Bauhaus im Gewerbegebiet Bornheim-Süd nicht zuzulassen, ruft ein gespaltenes Echo hervor.
Der Bauhaus-Markt im Gewerbegebiet Bornheim-Süd würde sich gerne um 6500 Quadratmeter vergrößern. Foto: Roland Kohls
"Mit Erleichterung" hätten die Bornheimer Unternehmer des Bauhandels und -handwerks den Stopp der Erweiterung aufgenommen, teilen CDU und Grüne mit.
13 ortsansässige Gewerbetreibende hatten eine Interessengemeinschaft gegründet, die sich gegen die Erweiterung wandten, weil sie fürchten, dass dann traditionelle Bornheimer Unternehmen durch die "fast marktbeherrschende Stellung von Bauhaus" in ihrer Existenz bedroht seien. Das Angebot in Bornheim sei schon jetzt höher als die Nachfrage. Gravierend sei auch der drohende, erhebliche Verlust von Arbeitsplätzen, der deutlich über den angekündigten fünf neuen Vollzeitstellen bei Bauhaus läge.
SPD, FDP und UWG/Forum für Vergrößerung
SPD, FDP und UWG/Forum sprechen sich dagegen für eine Vergrößerung aus und kritisieren daher den Beschluss des Rates. Dieser sei "ein fatales Signal an die Wirtschaft", so Jörn Freynick (FDP). Zum Hintergrund: Das Unternehmen Bauhaus an der Alexander-Bell-Straße wollte seine Verkaufsfläche von 13.000 Quadratmeter um weitere 6500 Quadratmeter vergrößern. Dafür hätte der Bebauungsplan geändert werden müssen.
Das hatte der Planungsausschuss abgelehnt. Stattdessen wollte sich Bauhaus innerhalb des bestehenden Bebauungsplanes ausdehnen. Dazu wäre ein Verkauf zusätzlicher Grundstücke an das Unternehmen notwendig gewesen. Der Rat hatte aber auf Antrag von CDU und Grünen den Aufsichtsrat der Wirtschafts-Förderungsgesellschaft (WFG) angewiesen, den Verkauf der Grundstücke abzulehnen. "Die WFG hat keine Kriterien festgelegt, die gegen den Verkauf von Grundstücken an Bauhaus sprechen", bemängelt Wilfried Hanft (SPD), Mitglied im Aufsichtsrat der WFG.
Seiner Auffassung nach werde der WFG mit dieser Vorgehensweise Schaden zugefügt. Hier würden "einem der größten Arbeitgeber und Steuerzahler Bornheims die Daumenschrauben" angelegt, sagte Freynick, Mitglied in der WFG-Gesellschafterversammlung. Darunter leide nicht nur Bauhaus, sondern auch die Bürger und das Handwerk.
"Profitieren werden nur die anderen großen Baumärkte der Region." Der Beschluss sei "von großem Nachteil für die weitere Vermarktung des Gewerbegebietes", ergänzte Hans Gerd Feldenkirchen (UWG/Forum), ebenfalls in der Gesellschafterversammlung der WFG vertreten. CDU und Grüne sollten "ihre Vorgehensweise überdenken" und zu einer Dialogbereitschaft zurückkehren, fordern SPD, FDP und UWG/Forum.
Artikel vom 12.06.2012
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