Erneute Explosion am Ring-Racer

Die Serie der Pleiten, Pech und Pannen am Nürburgring reißt nicht ab. Schon wieder hat es am Ring-Racer eine Explosion gegeben. Diese war weithin hörbar und sorgte am Samstagmorgen für Aufregung an der Rennstrecke.

Nürburgring. Die Serie der Pleiten, Pech und Pannen am Nürburgring reißt nicht ab. Schon wieder hat es am Ring-Racer eine Explosion gegeben. Diese war weithin hörbar und sorgte am Samstagmorgen für Aufregung an der Rennstrecke.

Dazu erklärte die Nürburgring Automotive GmbH: "Bei den planmäßig durchgeführten Sicherheitstests am Ring-Racer kam es heute im Laufe des Vormittags während eines kontrollierten Abschusses zu einem Knall. Dies hat kurzzeitig zu Irritationen geführt."

Laut Auskunft der Ringbetreiber kamen bei dem Zwischenfall keine Personen zu Schaden. Augenzeugen berichten hingegen davon, dass zumindest eine Schraube durch die Explosion bis in die Boxengasse geflogen sei. Dass dabei niemand verletzt worden sei, sei reiner Zufall. Die Adenauer Polizei wurde nach eigener Auskunft am Samstag nicht über den Vorfall informiert.

Wie ein Polizeisprecher am Sonntag erklärte, sei bislang nicht geklärt, ob die Schraube tatsächlich durch die Explosion in die Boxengasse geflogen oder anderen Ursprungs gewesen sei. Das soll im Laufe des heutigen Montages durch Untersuchungen der Nürburgring Automotive GmbH geklärt werden.

Die Sicherheitstests an der "Achterbahn" wurden jedenfalls während des dritten Laufs der Langstreckenmeisterschaft auf der Nordschleife eingestellt. Sie sollen anschließend wieder aufgenommen werden. Die Explosion vom Samstag war kein Einzelfall: So hatte es bereits im Juli 2009 und am 3. September 2009 ähnliche Zwischenfälle gegeben.

Bei der zweiten Explosion hatten sechs Arbeiter ein Knall-Trauma erlitten und dadurch die Staatsanwaltschaft auf den Plan gebracht. Grund des Unfalls war nach Ermittlungen des TÜV ein Softwarefehler. Ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung war seitens der Staatsanwaltschaft später eingestellt worden. Ursprünglich sollte der Ring-Racer, mit Tempo 217 als zweitschnellste Achterbahn der Welt gepriesen, in diesem Frühjahr den Betrieb aufnehmen. Ob dieser Termin nach dem erneuten Zwischenfall zu halten ist, konnte am Sonntag nicht bestätigt werden.

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