Baskets-Profis besuchen Berufskolleg in Hennef: Ensminger: "Schule und Ausbildung sind wichtig" | GA-Bonn

Baskets-Profis besuchen Berufskolleg in Hennef

Ensminger: "Schule und Ausbildung sind wichtig"

HENNEF.  Drei Spieler des Basketball-Bundesligisten Telekom Baskets Bonn besuchten das Europäische Berufskolleg der VESBE in Hennef.

Zu Besuch bei Petra Zobel: (v.l.) Jonas Wohlfahrt-Bottermann, Chris Ensminger und Fabian Thülig in einer der Werkstätten. Foto: Ingo Eisner

Aufschauen war angesagt, und zwar nicht nur im übertragenen Sinn. Denn am Mittwoch hatte der Verein für Europäische Sozialarbeit, Bildung und Erziehung (VESBE) drei Männer zu Gast, die alle Anwesenden von der Köpergröße her um Längen überragten.

Mit Chris Ensminger, Jonas Wohlfahrt-Bottermann (beide 2,08 Meter groß) und Fabian Thülig (1,98 Meter) waren bei dem Verein, der am 22. Juni das Europäische Berufskolleg Am Geistinger Park eröffnet, drei Profis des Basketball-Bundesligisten Telekom Baskets Bonn zu Gast. Sie sprachen aber weniger über Spiele und Training, sondern erzählten ganz konkret über ihren Werdegang und ihre Zukunftspläne, wenn die sportliche Karriere einmal zu Ende geht.

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Besonders bei dem US-Amerikaner Ensminger dürfte es nicht mehr all zu lange dauern, bis der 38-Jährige die Basketballschule an den Nagel hängt. "Ich habe viel Glück gehabt und bin von Verletzungen verschont geblieben. Ein bis zwei Jahre werde ich wahrscheinlich noch spielen, dann dürfte Schluss sein", sagte er.

Die Jugendlichen hörten aufmerksam zu, als Petra Zobel, Bereichsleiterin für die VESBE-Jugendwerkstätten, die Spieler nach ihrer Schulzeit fragte. Ensminger gab freimütig zu, dass er kein Musterschüler war. "Ich wollte aber immer Basketball spielen. In den USA geht das aber nur mit einem High-School-Abschluss und einem College-Studium." Das setzte er auch in die Tat um. Er studierte Sportmanagement an der Universität Indiana, machte seinen Abschluss und konnte Basketball spielen.

Sein Traum von der NBA ging zwar nicht in Erfüllung. Dafür war Ensminger in ganz Europa ein gefragter Spieler. Nach der Karriere will er entweder in Deutschland als Trainer arbeiten oder zurück in die USA gehen und Dozent werden. Seinen beiden Söhnen hat er bereits eines klar gemacht: "Schule und Ausbildung sind wichtig, um im Leben etwas zu erreichen".

Fabian Thülig (22) aus Bonn will neben seiner Profi-Laufbahn sein Jura-Studium beenden, und auch Jonas Wohlfahrt-Bottermann (22) möchte noch studieren, um nach dem Karriere-Ende einen Beruf ergreifen zu können. "Ich habe nach meinem Fachabitur eine Ausbildung zum medientechnischen Assistenten absolviert", so Wohlfahrt-Bottermann.

Nach der Gesprächsrunde ließen sich die drei Spieler von Zobel durch die Ausbildungswerkstätten der VESBE führen und erfüllten geduldig Autogrammwünsche. Eines dürfte der Besuch der Spieler den Jugendlichen, die sich in den beruflichen Fortbildungsmaßnahmen der VESBE befinden, eindeutig klar gemacht haben: Wer sich anstrengt, kann auch etwas erreichen. Schule und Ausbildung sind aber auch für einen Profi-Sportler wichtig, um später nicht vor dem Nichts zu stehen.

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