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Siebengebirgsmusuem in Königswinter
Die versteckte Schöne
Von Hansjürgen Melzer
KÖNIGSWINTER. Das Siebengebirgsmuseum in Königswinter hat nach Umbau und Neueröffnung im September 2011 zwar ein attraktives Angebot, dieses kann jedoch nicht ausreichend vermittelt werden, weil das Geld für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit fehlt. Das ist das Ergebnis des Berichts von Museumsleiter Elmar Scheuren, den dieser am Mittwoch dem Museumsbeirat vorlegen wird.
Das neue Siebengebirgsmuseum ist attraktiv, doch es finden zu wenige Besucher in das renovierte und erweiterte Gebäude. Foto: Frank Homann
"Im Vergleich zur selben Periode früherer Jahre ist der Besucherzuspruch seit der Neueröffnung deutlich stärker. Dennoch sind die Kapazitäten des Museums bei weitem nicht ausgelastet", so Scheuren. Von Neueröffnung bis 31. März kamen 8367 Besucher.
Besucher würden fast ausschließlich über Mund-zu-Mund-Propaganda und durch Presseberichte angelockt. Touristen und Ausflügler würden das Museum kaum aufsuchen. Das liege nach Aussagen vieler Besucher "auch an einer unzureichenden innerstädtischen Wegweisung und Informationsvermittlung", was durch die versteckte Lage des Museums von besonderer Trageweite sei.
"Die vorhandene Beschilderung kann leicht übersehen werden und trägt kaum dazu bei, dass Passanten von der Existenz des Museums erfahren oder gar Neugier geweckt wird", so Scheuren.
Für die Akzeptanz werde es in Zukunft sehr wichtig sein, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Qualität einem breiteren Publikum zu vermitteln. Auf Anzeigen in den regionalen Medien, die anfangs noch aus Mitteln der Regionale hätten finanziert werden können, müsse inzwischen vollkommen verzichtet werden, weil im städtischen Haushalt keine Mittel verfügbar seien. Das gelte auch für Plakate und den Museumsprospekt.
Ein Problem sind auch die nur leicht erweiterten Öffnungszeiten: Nur sonntags hat das Haus ab 11 Uhr geöffnet, an anderen Tagen nur nachmittags für drei bis vier Stunden. Auch bei den Ausstellungen ist man auf Förderer wie die Stiftung der Familie Lemmerz und die Professor-Rhein-Stiftung sowie private Schenkungen und Leihgaben angewiesen. Das sei schon zu Zeiten, als der Heimatverein Siebengebirge noch Träger war, so gewesen und habe sich in städtischer Trägerschaft nicht geändert.
Heute eröffnet Bürgermeister Peter Wirtz um 18.30 Uhr die Vernissage der Sammlung Rheinromantik, Auswahl II. Sie löst die Ausstellung eines ersten Teils von Werken der privaten Sammlung ab, die seit Wiedereröffnung des Museums gezeigt worden war.
Artikel vom 08.05.2012
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