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Der Abriss des leerstehenden alten Gebäudes in Königswinter, der ursprünglich bereits im vergangenen Jahr erfolgen sollte, verzögert sich. "Architekten und Ingenieure haben uns empfohlen, den Abriss erst zu realisieren, wenn die Neubauplanung steht", sagt Manfred Müller, Geschäftsführer des Trägers, der Cura Katholische Einrichtungen im Siebengebirge gGmbH.
Auf dem Gelände, auf dem seit 1910 das Krankenhaus steht, soll der Neubau des Altenheims Haus Katharina, das bisher noch an der Kurfürstenstraße zu Hause ist, entstehen. Bei einem früheren Abriss würde die Baustelle mehrere Monate brachliegen und Kosten verursachen, so Müller. Zurzeit würden erst die Skizzen für die Neubauplanung abgestimmt.
Müller rechnet mit einer Planungsphase von ein paar Monaten, so dass ein Abriss zwischen Sommer- und Herbstferien realistisch sei. Danach könne dann mit dem Neubau begonnen werden. Müller geht von einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren aus.
In dem Neubau sollen 80 Plätze entstehen. Dies ist die in Nordrhein-Westfalen für derartige Einrichtungen vorgeschriebene Obergrenze. Das Haus Katharina hat zurzeit 59 Plätze. Das alte Gebäude würde die Cura nach dem Umzug gerne verkaufen, um mit dem Erlös finanzielle Altlasten abzutragen.
"Interessenten und Investoren gibt es", so Müller. Erhalten bleibt in jedem Fall die alte Kapelle über dem Torbogen des Königswinterer Krankenhauses. Sie soll in den Neubau integriert werden. Nicht berührt ist auch die geriatrische Tagesklinik auf dem Krankenhausgelände.
Artikel vom 06.01.2012