Bad Neuenahr will attraktivste Stadt Deutschlands werden

BAD NEUENAHR.  50 Betriebe erarbeiten 200 mögliche Maßnahmen, damit der Kunde in der Kreisstadt König ist. Es ist ein hoch gestecktes Ziel, das sich die Grün-Card-Verantwortlichen um Gisela Dieringer und Paul Nett gemeinsam mit den Betrieben der Kreisstadt gesetzt haben.

Bad Neuenahr-Ahrweiler soll beste und attraktivste Qualitätsstadt Deutschlands werden. Seit Sonntag sind 50 Betriebe einen großen Schritt weiter, denn in den Gruppen "Senioren, Kinder und Jugendliche, Gäste, Bürger und moderne Kommunikation" wurden 200 mögliche Maßnahmen erarbeitet.

Aus diesen Ideen, erstellt in dem fünfstündigen Workshop im Mehrgenerationenhaus, werden bis April nun mindestens fünf Qualitätsstandards fixiert. Bis dahin sind auch die Anträge zur betrieblichen Zertifizierung von der Prüfstelle Bad Kreuznach - die Initiative "Service Qualität Deutschland" ist seit 2010 eine bundesweite Aktion - fertig. Die 111 Qualitätscoaches und der Kerngedanke, den Kunden im Zentrum zu sehen, stehen bei der Zertifizierungsfeier am 27. April ab 18.30 Uhr mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Bürgermeister Guido Orthen im Mittelpunkt.

Neben Paul Nett fassten fünf "Captains" als Sprecher der Gruppen einige der Ziele zusammen. "Die Senioren wollen ihre Mobilität gesichert wissen, barrierefreien Zugang zu den Geschäften haben. Sie wünschen sich, dass man sich Zeit für sie nimmt und Sitzgelegenheiten anbietet", formulierte Bernd Greulich, Leiter der IHK Ahrweiler. Dieringer, auch Vorsitzende der Werbegemeinschaft, sprach für die Bürger: "Ein Regenschirmverleih muss her. Sollte 2013 der Stadtshuttlebus wirklich ins Rollen kommen, dann wollen die Q-Betriebe dieses Projekt mit fördern. Nachgedacht wird auch, wie man den Kunden die Parkgebühren erstatten kann."

Patrick Küpper vom Kaufhaus Moses macht sich für Kinder und Jugendliche stark: "In allen Geschäften soll dem Nachwuchs das Gefühl vermittelt werden, willkommen zu sein. Auch denken wir über einen Tag der offenen Tür nach, an dem sie sich die Betriebe anschauen können." Dehoga-Kreisvorsitzende Marion Wenzel setzte sich auf den Stuhl der Gäste. "Wir müssen ihre Kritiken branchenübergreifend sammeln und bearbeiten. Wichtig ist auch, die Mitarbeiter zu schulen. Das Bereitstellen von Toiletten bei Veranstaltungen ist ebenso Thema wie die Einführung der Gästekarte."

Martin Schmitz von "Marc Ulrich Marketing" hatte das Internet im Visier. Die Q-Betriebe müssten auf der Homepage der Stadt aufgelistet sein, auf "Facebook" müsse die Q-Stadt eine eigene Seite haben. Gesucht wird auch noch ein Slogan. Der in der Runde erarbeitete Vorschlag "Service Q for you" sei noch verbesserungswürdig, Vorschläge von Bürgern und Gästen werden gerne entgegengenommen.

Slogan gesucht: Wer einen treffenden Slogan oder ein Leitmotto für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler weiß, der kann seinen Vorschlag an ahr@ga-bonn.de mailen.  mm

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