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Merten
Anwohner wünschen sich eine Querungshilfe über die L183
Von Roland Kohls
BORNHEIM-MERTEN. Die Kommunalpolitiker im Bornheimer Ausschuss für Bürgerangelegenheiten und die Anwohner der Hildegard-von-Bingen-Straße in Merten sind sich einig: Um die Bonn-Brühler-Straße, die Landstraße 183, sicher zu überqueren, soll eine Querungshilfe her.
Wollen endlich eine Lösung für die Bonn-Brühler-Straße: Andrea Hüter (rechts) mit Müttern und Kindern aus der Siedlung. Foto: Roland Kohls
Diese hatte Anliegerin Andrea Hüter im Namen der Nachbarn in der jüngsten Sitzung des Ausschusses beantragt. Am Mittwochabend wird das Thema erneut im Verkehrsausschuss diskutiert, der um 18 Uhr beginnt.
Zum Hintergrund: Das Wohngebiet jenseits der Landstraße würde heute nicht mehr ohne eine fußläufige Anbindung an den Ort angelegt. Das sagte Johannes Pieck von der Bornheimer Verwaltung im Ausschuss für Bürgerangelegenheiten. Die rund 20 Häuser entstanden in den Jahren 2001 und 2002.
Seither bemüht sich die Stadt um eine Lösung des Problems. Zuständig ist der Landesbetrieb Straßenbau NRW, der eine Querungshilfe wegen der geringen Zahl der Querungen an dieser Stelle jedoch ablehnte.
2005 kam es dann laut Pieck zu einem Kompromiss mit dem Landesbetrieb: Die Stadt solle die Querungshilfe bauen, und der Landesbetrieb zahle die Summe "irgendwann" zurück. Die Kosten seien damals auf 40.000 Euro geschätzt worden. Da sich die Haushaltslage seither weiter verschlechtert hat, ist das Projekt aus dem Straßenausbauprogramm, das Arbeiten bis 2014 erfasst, heraus gefallen.
Außerdem verhandelte die Stadt wegen einer Ampel an der Kreuzung Bonn-Brühler-Straße/Beethovenstraße mit dem Landesbetrieb. Die Kommunalpolitiker im Bürgerausschuss sahen hier eine Möglichkeit, einen sicheren Weg über die viel befahrene Straße zu schaffen. Bei eine m Anhörungsverfahren wurde jedoch keine Einigung erzielt, da die Kreuzung kein Unfallschwerpunkt sei, so die Argumentation des Landesbetriebs.
Anwohner würden Teil der Summe selbst bezahlen
Nach der Einschätzung von Pieck müsse das Thema auf "höherer Ebene" verhandelt werden. Die Anwohner dringen währenddessen auf eine Lösung. "In unserer Siedlung wohnen so viele Kinder, die über die Bonn-Brühler-Straße müssen, um in die Schule zu gehen", sagt Andrea Hüter, die einen kleinen Sohn hat. Eine Querungshilfe ist in ihren Augen nur eine Minimal-Lösung. Ein sicherer Schulweg sehe anders aus. Aber sie ist überzeugt, dass eine Lösung möglich ist. Die Anwohner wären sogar bereit, einen Teil der Summe selbst zu tragen.
"Wir unterstützen die Errichtung einer Querungshilfe an dieser Stelle", sagte Hans Brief (UWG) im Ausschuss für Bürgerangelegenheiten. Es könnten Gelder, die für andere Projekte vorgesehen sind, zurückfließen oder Projekte verschoben werden, so Brief. Ein Vorschlag, den Michael Pacyna (Grüne) korrigierte: Selbst wenn Gelder frei würden, seien die bereits verplant.
Da der Doppelhaushalt bereits verabschiedet ist, sieht er nur die Möglichkeit, das Straßenausbauprogramm 2014 erneut zu überprüfen. Das hätte auch den Vorteil, dass man dann wisse, ob die Ampel an der Beethovenstraße errichtet wird.
"Wir können hier viel beschließen, aber das muss auch durchgesetzt werden", sagte Ute Kleinekathöfer (SPD). Der Bürgermeister wolle die Ampel, wie die Fraktionen die Ampel wollen. Doch das müsse gegen den Landesbetrieb durchgesetzt werden. Auch die Höherstufung der Maßnahme im Straßenausbauprogramm sei keine Lösung, sagte Heinrich Hönig (CDU). Dann müssten andere Maßnahmen entfallen, wo ähnliche Probleme bestehen.
Schließlich entschied der Ausschuss, dass die Verwaltung eine provisorische Lösung suchen und eine Höherstufung im Straßenausbauprogramm ab 2014 geprüft werden soll.
Der Antrag wird am Mittwoch in der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Planung und Liegenschaften diskutiert. Der Ausschuss tagt ab 18 Uhr im Ratssaal im Bornheimer Rathaus, Rathausstraße 1.
Artikel vom 24.05.2012
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