Das GA-Torfieber grassiert wieder
Alle Infos zum großen E- und F-Junioren-Turnier des General-Anzeiger
Aus einer Wohnung im ersten Stock von "Haus Kastanie" drangen tiefschwarze Rauchwolken. Sofort erging Vollalarm an die übrigen vier Löschzuge der Verbandsgemeinde. Da in dem Gebäude zwischen 60 und 70 Personen im betreuten Wohnen untergebracht sind, wurde auch die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des Kreises Neuwied in Bewegung gesetzt.
Neben den rund 70 Feuerwehrleuten waren so auch 50 Rot-Kreuzler samt Rettungsnotarzt im Einsatz und zudem die Pflegerinnen des Seniorenzentrums. "Insgesamt 39 Heimbewohner mussten in Sicherheit gebracht werden, kein ganz leichtes Unterfangen angesichts des Alters der Appartementbewohner", sagte Einsatzleiter Ralf Wester, der stellvertretende Unkeler Wehrleiter.
Vier Menschen, darunter auch Pflegerinnen, brachte die SEG ins Krankenhaus. Innerhalb von 20 Minuten war der Brand laut Wester unter Kontrolle. Heimleiter Christoph Tinten und seine Mitarbeiter kümmerten sich um die Evakuierten.
Die Bewohnerin des Zimmers, in dem der Brand ausgebrochen war, wurde wegen starker Rauchgasvergiftung mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Köln geflogen. Ihre Wohnung brannte laut Polizei komplett aus.
Die darunter liegende Wohnung wurde durch Löschwasser stark beschädigt, die darüber liegende durch Brand und Ruß ebenfalls. Acht benachbarte Wohnungen in der ersten Etage sind nach Polizeiangaben wegen Verrußung nun nicht bewohnbar.
Laut Polizei könnte ein technischer Defekt einer Heizdecke zu dem Zimmerbrand geführt haben. Zunächst hatte nach Zeugenaussagen ein Jogger versucht, den Brand mittels Feuerlöscher zu löschen.
Als ihm dies nicht gelang, sorgte er maßgeblich mit dafür, dass die 88-jährige Bewohnerin aus dem Gefahrenbereich gebracht wurde. Die Polizei sucht den Jogger, da nicht bekannt ist, ob er verletzt wurde. Der Mann wird dringend gebeten, sich unter 02644/9430 zu melden.
Artikel vom 19.02.2012