172 Appartements für Studierende in Sankt Augustin

SANKT AUGUSTIN.  Der Mangel an Studentenwohnungen im Umfeld der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist groß. Nach einer studentischen Erhebung fehlen 568 Wohnungen. Abhilfe schaffen will ein Investor aus Windhagen.

Studentencampus Sankt Augustin: Ein Investor plant, ein Wohnheim zu bauen. Animation: Architekturbüro Schneider

Die MK Bau und Invest GmbH plant, direkt neben der Hochschule auf einem Areal hinter dem alten Sportplatz eine Wohnanlage ausschließlich für Studenten zu bauen. Errichtet werden sollen vier Gebäude mit Campuscharakter.

Geplant sind 172 Appartments. 112 etwa 45,5 Quadratmeter große Wohnungen dienen als Doppelappartements, 60 knapp 30 Quadratmeter große Wohnungen sind als Einzelappartements geplant. So entsteht Wohnraum für 284 Studierende. Architekt Reinhard Schneider stellte das Projekt am Mittwochabend dem Zentrumsausschuss vor. Einer entsprechenden Bebauungsplanänderung stimmte der Ausschuss zu.

Mit dem Projekt soll die steigende Nachfrage in Sankt Augustin nach bezahlbarem Wohnraum für Studierende zumindest teilweise gedeckt werden. "Wir haben ähnliche Projekte in Gießen, Marburg und Frankfurt realisiert. Die Appartements waren sofort vermietet", sagte Schneider, der ähnliches für Sankt Augustin erwartet. Die Gebäude sollen in dreigeschossiger Bauweise mit einem Dachgeschoss errichtet werden. Dazu entsteht ein Parkdeck auf zwei Ebenen mit 57 Stellplätzen. Alle Gebäude erhalten einen Aufzug. Einige Wohnungen sollen barrierefrei und behindertengerecht ausgestattet werden.

Eine Diskussion entzündete sich an der zu erwartenden Miete. Die soll in etwa bei zehn Euro plus etwa 50 Cent Nebenkosten pro Quadratmeter liegen. Der Mieter eines Einzelappartements kommt so auf rund 325 Euro, was für die SPD zu teuer und gleichbedeutend mit "piekfeinem Wohnen" ist, wie es Rainer Frank ausdrückte.

Wolfgang Züll (FDP) indes hält die Miete und Größe der Wohnungen für angemessen. Die CDU regte an, über die Stellplätze nachzudenken. "Das scheint mir doch ein bisschen wenig zu sein", sagte René Puffe. Der Investor deutete an, dass es Erweiterungsmöglichkeiten gebe.

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