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Festival Rolandseck
Isoldes Liebestod am Ufer des Rheins
Von Bernhard Hartmann
remagen. Von Sol Gabetta bis Christian Oelze: Das siebte Festival Rolandseck versammelt wieder begnadete Musiker.
Wieder in Rolandseck: Cellistin Sol Gabetta. Foto: Promo
Wenn ein Soldat seine Geige beim Teufel gegen ein Buch eintauscht, das große Reichtümer verspricht, kann das eigentlich nicht gut für ihn ausgehen. Tatsächlich muss der junge Held in Igor Strawinskys "Die Geschichte vom Soldaten" einige Abenteuer bestehen, bevor sich die Dinge wieder einrenken. Im ersten Konzert des 7. Rolandseck-Festivals am Freitag, 29. Juni, 20 Uhr, im Arp Museum wird der Pianist und - neben Guy Braunstein - künstlerische Leiter des Festivals, Ohad Ben-Ari, ein Kammermusik-Ensemble leiten, das die Musik zu dem ursprünglich für eine Wanderbühne konzipierten Märchen aufführen wird.
Die Sprecherrolle übernimmt Isabel Karajan, die Tochter des legendären Dirigenten Herbert von Karajan, die selbst talentierte Musikerin ist, vor allem jedoch als Schauspielerin Karriere machte.
Guy Braunstein mag farbige, kontrastreiche Programme. Beim Eröffnungskonzert wird Strawinskys Werk mit einem Flötenquartett von Mozart und einem Bläsertrio des Franzosen Francis Poulenc kombiniert. Und die werden dann gespielt von einer sehr illustren Schar renommierter Musiker; bekannte Solisten, Kammer- und Orchestermusiker sitzen da einträchtig vereint hinter den Notenpulten.
Daishin Kashimoto etwa, der wie Braunstein Konzertmeister bei den Berliner Philharmonikern ist, zählt hier zu den festen Gästen; ebenso Amihai Grosz (Viola), Zvi Plesser (Violoncello), Chen Halevi (Klarinette) oder Chezy Nir (Horn) und natürlich Braunsteins Frau Gili Schwarzman.
Mit dabei ist in diesem Jahr auch wieder die derzeit wohl populärste Cellistin der internationalen Musikszene, Sol Gabetta. Auf der Liste der Mitwirkenden steht auch der Trompetenvirtuose Sergei Nakarjakow, nicht vermerkt ist bislang die Sopranistin Christiane Oelze, deren Kommen aber vom Festival bereits angekündigt wurde. Dafür kommt Anne Larsson nicht.
Insgesamt gibt es bis zum Donnerstag, 5. Juli, fünf Abo-Konzerte, mit Musik für alle erdenklichen Kammermusikbesetzungen von der klassischen Streichquartett-Besetzung bis zur romantischen Klangopulenz, die in Braunsteins Bearbeitung von "Isoldes Liebestod" nach Richard Wagner zu erleben sein wird.
Die Meisterklasse, die nach wie vor vom früheren Festivalleiter Chaim Taub angeboten wird, fällt diesmal deutlich kleiner aus. Nur drei junge Musiker aus den Reihen von Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra werden nach Rolandseck reisen.
Karten in den bonnticket-Shops in den Zweigstellen des General-Anzeigers
Artikel vom 26.06.2012
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