"Faust Meets Business" im Museum Koenig

BONN.  Eine Wanderung von der "Stichhaltigkeit zur Nachhaltigkeit" versprechen die Schauspieler der Theaterproduktion "Faust Meets Business" im Bonner Museum Koenig.

Vom Glück der Mäßigung sprach der Bonner Kulturwissenschaftler Manfred Osten und Verfasser des Buches "Alles veloziferisch oder Goethes Endeckung der Langsamkeit" in seinem Einführungsvortrag zur Premiere von "Faust Meets Business" im Museum Koenig.

Um neues Wirtschaften und das Lernen von der Natur geht es dort in der Ausstellung "Darwin meets Business". In diesem Rahmen hat das Museum das Bochumer Art-Ensemble Theater eingeladen, eine kleine Gruppe freier professioneller Künstler, die bundesweit vor allem mit Klassiker-Adaptionen gastiert. Eine Wanderung von der "Stichhaltigkeit zur Nachhaltigkeit" versprechen die beiden Schauspieler, während sie das Publikum vom Museums-Bistro in den prächtigen Festsaal geleiten.

Den ursprünglichen Volksbuch-Charakter der "Tragischen Geschichte von Dr. Johann Faust" nehmen sie spielerisch auf, verwenden traditionelle Mittel des Vagantentheaters und sind doch sehr schnell mitten drin in Goethes "sehr ernstem Scherz".

Was in "Faust I" geschah, ist flugs erzählt. Jürgen Larys (auch Regie) und Susanne Hocke konzentrieren sich auf Goethes "Faust II", dessen Reise durch die "große Welt" sie geschickt auf neunzig Minuten zusammengestrichen haben. Goethes Verse sprechen sie exzellent, während sie mit leiser Leichtigkeit poetische Szenen entwickeln, die über die Worte hinaus gedankliche Bewegungen in Gang setzen.

Weitere Vorstellungen am 29. Februar und am 16. März, jeweils 19 Uhr. Karten unter der Rufnummer 0228/9122102.

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