Kritik ab OB-Nimptsch: "Bonn als Kulturstadt gefährdet" | GA-Bonn

Kritik ab OB-Nimptsch

"Bonn als Kulturstadt gefährdet"

BONN.  Scharfe Kritik üben die Bonner Ratsparteien CDU und Grüne an den Äußerungen von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) zur Zukunft der Bonner Oper. Der OB hatte ein gemeinsames Köln/Bonner Opernhaus mit Spielstätten in beiden Städten ins Gespräch gebracht.

"Ein solches Verhalten schadet dem profilierten Kulturstandort Bonn. Wer dies in dieser Form fordert, riskiert, dass sich Bonn zu einem kulturellen Vorort von Köln entwickelt und straft die eigenen Absichten Lügen, Bonn als Beethovenfestival-Stadt weiterzuentwickeln", heißt es in einer Presseerklärung der kulturpolitischen Sprecher der schwarz-grünen Ratskoalition Markus Schuck (CDU) und Gisela Mengelberg (Bündnis 90/Die Grünen).

CDU und Grüne weisen zudem darauf hin, dass Opernfusionen keine Einsparmöglichkeiten bö-ten. Auch der vom OB für kommende Woche angekündigte "Kulturessay" stieß auf Verwunderung. Ihnen sei diese neue Form der Verwaltungsvorlage bisher nicht bekannt, so CDU und Grüne.

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Konkret fordern die beiden Fraktionen den OB auf, seinen Vorschlag zur Opernfusion von Köln und Bonn als Verwaltungsvorlage mit einer Kostenkalkulation zur Beratung und Abstimmung im Kulturausschuss einzubringen und darzustellen, welche zusätzlichen Einsparungen er in der Kultur in den kommenden Jahren vorsieht. Auch solle er seine Vorstellungen zum langfristigen Einsparvolumen in Höhe von 3,5 Millionen Euro für Theater und Oper vorlegen.

Mittlerweile wirbt neben Bonns Oberbürgermeister auch die Rhein-Oper in Düsseldorf um eine Fusion mit Köln, seit das bisherige Partner-Haus in Duisburg wegen knapper werdender kommunaler Finanzmittel von der Schließung bedroht ist.

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