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Bella Block im Opernhaus
Von Jennifer Vietor
"Starke Stimmen" lesen in Bonn - Bekannte deutsche Schauspielerinnen lesen Werke weiblicher Schriftstellerinnen
Bonn. Mit der "Starke Stimmen"-Lesetour hat die Reihe "Quatsch keine Oper" erneut einen ihrer Höhepunkte erreicht. Das Konzept ging auf: Bekannte deutsche Schauspielerinnen lesen Werke weiblicher Schriftstellerinnen.
Von jedem Hörbuch der Brigitte-Serie wurden etwa 100 000 Exemplare verkauft. Im Bonner Opernhaus war jetzt Andrea Sawatzki dazu auserkoren, das Eis zu brechen und begann mit einem Auszug aus Leonie Swanns "Glennkill". In dem Roman sieht sich eine Schafsherde vor die Aufgabe gestellt, den gewaltsamen Tod ihres Schäfers aufzuklären.
Und so leiht Sawatzki nicht nur dem spitzfindigen Schaf "Miss Maple" ihre Stimme, sondern ebenso dem geltungssüchtigen Widder "Othello", der nervösen Schafsdame "Maude" und noch etwa fünf weiteren Herdentieren. Anschließend las Nina Petri aus Karen Duves "Das ist kein Liebeslied".
Sogar für eine erfahrene Schauspielerin wie sie ist es keine leichte Aufgabe, diese desillusionierte 30-Jährige zu sprechen. Die aus ihrer Rolle als "Bella Block" bekannte Hannelore Hoger stellte dem Publikum einen Krimi von Elizabeth George vor.
Der eigentliche Star des Abends aber war "Nicht-Schauspielerin" Elke Heidenreich. Mit einer unbeschreiblich komischen "New Yorker Geschichte" von der bissigen und humorvollen Dorothy Parker beschloss sie den spannenden Abend.
Artikel vom 07.05.2007
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