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Jungregisseur
Adam Worozanski träumt von einem Kurzfilm-Festival in Bonn
Von Ira Zachariae
BONN/KÖLN. Der junge Regisseur und gebürtige Pole Adam Worozanski präsentiert im kommenden Oktober beim "Köln Comedy Kurzfilmfestival" sein Werk "Liebesdunst".
Alles, was zählt: Adam Worozanski. Foto: Ina Huppers
Der Kurzfilm hatte am 14. Februar Premiere in Bonn. Das etwa neun Minuten lange Werk wurde von Adam Woronzanski selber geschrieben, produziert und redigiert. Das Besondere an der Produktion liegt darin, dass das Filmcasting über Facebook organisiert wurde.
Die acht Charaktere wurden durch den "like button" von der kompletten Community des Regisseurs gewählt. Alexander Sholti ging mit 1290 Stimmen als Sieger aus dem Casting hervor. Die weiteren drei Rollen wurden von Madlen Kaniuth, Ekaterina Schmidt und André Würde belegt. Alle sind Profischauspieler. In der Handlung geht es um die Begegnung vierer Charaktere, die einst eine Liebesbeziehung hatten. Das Gespräch eskaliert, und Vorwürfe werden laut.
Falls es mit einem Preis in Köln klappt, hat Worozanski auch schon weitere Filmpläne, die er dann mit dem gewonnenem Geld verfolgen könnte. "Ich will mich selbst verwirklichen", meint er. Ein großes Ziel, das ihm am Herzen liegt, wäre, ein Kurzfilm-Festival in Bonn zu initiieren, denn "das Rheinland ist meins".
Zu seinem großem Bedauern, sagt er, werde in Bonn die Kurzfilmkunst sehr wenig unterstützt. Worozanski wurde im Jahre 1984 geboren. Seit fünf Jahren wohnt er in Bonn. Nach einem abgeschlossenen Theologie-Studium begann er sich für die Filmbranche zu interessieren.
Er wirkte in Filmproduktionen mit und wurde durch die RTL-Seifenoper "Alles, was zählt" bekannt. Außerdem hat er in einem Tatort und Kurzfilmen mitgewirkt. 2009 kandidierte er als Oberbürgermeisterkandidat in Bonn. Er zog seine Kandidatur aber dann zurück.
Artikel vom 13.06.2012
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