Kennedybrücke: Baufirma Alpine stellt Verzögerung anders dar

Wer ist schuld an dem Bummeltempo bei der Baustelle auf der Kennedybrücke? Aus Sicht der Stadt Bonn hat ausschließlich die Arbeitsgemeinschaft der beiden Firmen die jüngsten Verzögerungen zu vertreten. Doch die mit dem Betonbau beauftragte Firma Alpine, die besonders in der Kritik steht, stellt die Sache nun etwas anders dar.

Foto: Max Malsch

Bonn. (kf) Wer ist schuld an dem Bummeltempo bei der Baustelle auf der Kennedybrücke? Aus Sicht der Stadt Bonn hat ausschließlich die Arbeitsgemeinschaft der beiden Firmen die jüngsten Verzögerungen zu vertreten. Doch die mit dem Betonbau beauftragte Firma Alpine, die besonders in der Kritik steht, stellt die Sache nun etwas anders dar.

Bei den als letztes auszuführenden Beschichtungsarbeiten des Geh- und Radwegs der Brücke habe sich "zum wiederholten Male" herausgestellt, dass die Ausschreibung der Stadt fehlerhaft sei, teilte Alpine am Montag auf Anfrage des General-Anzeigers mit.

Demnach habe die Stadt ursprünglich einen frost- und tausalzbeständigen Beton mit Luftporenbildnern ausgeschrieben, zusätzlich eine rissüberbrückende Oberflächenbeschichtung. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, führe diese von der Stadt vorgesehene Beschichtung unweigerlich zu Blasenbildung. Die Bedenken der Firma seien durch einen renommierten Bausachverständigen bestätigt worden.

"Die Verantwortlichen der Stadt Bonn wollten dem jedoch nicht folgen und bestanden auf der Ausführung gemäß ihrer Ausschreibung", so Alpine. "Die Folge war eine erhebliche Bauzeitverlängerung."

Ärgerlich für die Baufirma: Die Stadt Bonn hat die Zusatzkosten für die Nachtragsleistungen zurückbehalten. Dies führe nun zu erheblichen Ausständen bei den Partnern.

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