Die Lust an der Natur wecken

Detlev Arens schreibt ein Buch über den deutschen Wald. Der Bonner Autor plant eine Lesung im Museum Koenig.
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 Foto: Fackelträger-Verlag

Bonn. Das Gefühl kennen sicherlich viele Menschen: Jahrelang trägt man einen Wunsch in sich, plötzlich gibt es eine Initialzündung und man setzt die Sache um. Bei Detlev Arens war es ähnlich. Der Autor vieler Bücher ist ein überzeugter Naturmensch. Der Wald ist von Kindesbeinen an sein Revier. Je älter er wurde, desto größer wurde auch der Drang, ein Buch über den Forst zu schreiben. Jetzt ist das Werk auf dem Markt und trägt den schlichten Namen "Der deutsche Wald".

Die Entscheidung der Vereinten Nationen, 2011 zum Internationalen Jahr des Waldes zu erklären, verschafft dem 416 Seiten starken Buch eine ungeahnte Aktualität. "Das ist eine glückliche Fügung. Das kommt mir und dem Buch natürlich zugute", sagt der in Kessenich lebende Autor.

Der Autor

Detlev Arens ist 62 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter. Geboren wurde er in Siegen. Seit zwölf Jahren wohnt er in Kessenich. Er ist promovierter Germanist und arbeitet als freier Autor. Im Jahr 2009 hat er ein Buch über die Wahner Heide veröffentlicht.

In seinen zahlreichen Werken und Rundfunkbeiträgen hat Arens immer wieder versucht, einen Bogen zwischen Natur und Kultur zu schlagen. Sein Buch "Der deutsche Wald" (ISBN 978-3-7716-4427-7) ist im Fackelträger-Verlag erschienen und kostet 39,95 Euro.

In seinem Werk zeichnet Detlev Arens den deutschen Wald mit all seinen Facetten auf. Flora und Fauna des Forstes werden in mehr als 400 Fotos und Abbildungen in ihrer ganzen Pracht und Vielfalt gezeigt. Ist es ein Bildband, ein Lehr- oder vielleicht eine Lesebuch? Es hat von allem etwas.

Detlev Arens wagt immer wieder Ausflüge in die Literatur, ordnet den Wald und seine unterschiedlichen Bedeutungen in die Zeitgeschichte ein - er ist quasi ein publizierender Grenzgänger zwischen Natur und Kultur,. Der Leser stößt an vielen Stellen des Buches auf die Brüder Grimm, Joseph von Eichendorff, Richard Wagner, Robert Schumann, Carl Maria von Weber, Caspar David Friedrich, Ludwig Richter und andere kreative Köpfe.

In der Wahner Heide begann die Waldleidenschaft des Autors. Im Alter von vier Jahren zog er mit seinen Eltern nach Troisdorf und entdeckte diese einzigartige Heidelandschaft als Abenteuerspielplatz. Als junger Mann erwanderte er die Eifel, der Bund mit dem Wald war fest geknüpft.

Fortan schwang eine geheime Melancholie in ihm mit - bis 2008. Dann setzte sich Detlev Arens an seinen Schreibtisch und schrieb all das auf, was er über Jahrzehnte im und mit dem Wald erfahren hat. Herausgekommen ist ein eindrucksvolles Werk, das als Summe seiner Waldbegeisterung und seiner -kompetenz betrachtet werden kann. "Kein Lebensraum, bei dem sich Außen- und Innenansicht so unterscheiden.

Auf den ersten Blick wirkt der Wald wie eine grüne Mauer, in der ein Stein wie der andere aussieht. Aber drinnen kann es leicht geschehen, dass wir den Wald vor lauter Bäumen aus den Augen verlieren. Einen Wald lesen zu lernen, ist eine der faszinierendsten Naturerfahrungen", charakterisier Arens den Forst. Obwohl ihm alle Wälder liegen, hat er dennoch einen Lieblingsplatz - den "Auwald an der Agger."

Der Bonner Autor erzählt von der Waldnutzung im Lauf der Jahrhunderte, vom Holzhandel und den großen Zeiten der Flößerei, von der Entdeckung der Nachhaltigkeit, aber auch vom Waldsterben. Er stellt die verschiedenen Waldarten - vor allem die Buchenwälder - vor, beschreibt die großen Waldgebiete und Nationalparks.

Lob und Dank spricht der Kessenicher seinem Verlag aus: "Die Kollegen haben sich mit der Auswahl der Fotos sehr viel Mühe gegeben. Die Bilder sind wirklich fantastisch und die beste Werbung für den Wald." Voraussichtlich im Juli wird Detlev Arens sein Buch im Museum Koenig in Bonn vorstellen. Der genaue Termin für die Lesung steht bislang noch nicht fest.

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