Viel malocht und am Ende ohne Geld

Der Mazda ist sein Ein und Alles. Sonst ist Heinz A. nicht viel geblieben. Er hält kaum Kontakt zu seiner Außenwelt, für manche Nachbar ist er der verschrobene Einsiedler. 46 Jahre war Heinz A. verheiratet. Bis vor einem Jahr arbeitete der heute 79-Jährige noch als Schrotthändler.

Als er schwer krank wurde, konnte er nicht mehr arbeiten. Auch seine Wohnung musste Heinz A. verlassen. "Dort war alles total verwahrlost", erzählt sein gesetzlicher Betreuer. Nun wohnt der 79-Jährige in einem Haus für betreutes Wohnen.

Er hat sein ganzes Leben lang geschuftet, um jetzt im Alter fast kein Geld zu haben. Heinz A. bezieht nur eine geringe Rente. Sein Betreuer vermutet, dass er früher bei den Sozialversicherungsabgaben betrogen wurde. Der Grund: mangelnde Lese- und Schreibkenntnisse. "Da wurde er vermutlich übers Ohr gehauen."

Als Junge wurde er mit seiner Familie aus dem damaligen Sudetenland ins heutige Mecklenburg-Vorpommern umgesiedelt. Er besuchte nur die vierte Grundschulklasse. Mit 18 machte Heinz A. seinen Führerschein in der ehemaligen DDR. Stolz zeigt er die Fahrerlaubnis, die er bis heute aufgehoben hat.

Als er nach dem Mauerfall ins Rheinland zog, wurde ihm ein neuer Führerschein ausgestellt mit den Führerscheinklassen zwei, drei und vier. "Und dabei bin ich überzeugt, dass ich den Schein für die dritte und vierte Klasse nie gemacht habe", schmunzelt er.

Das Autofahren aber ist bis heute das Einzige, was in seinem isolierten Leben noch von Bedeutung ist. Nur kosten ihn die Versicherung und das Benzin sehr viel Geld und seine Rente reicht eigentlich nur für Lebensmittel und Medikamente.

Das Auto kann er sich wohl nicht länger leisten. Nun hofft er auf eine kleine Spende vom Weihnachtslicht, um den Wagen behalten zu können.

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