Fit in den Frühling

Sport steht auf dem Dienstplan

RHEIN-SIEG-KREIS. .  Polizisten müssen fit sein. Demnach sollen Polizisten nun alle zwei Jahre das Sportabzeichen ablegen. Und Sport steht seither auch auf dem Dienstplan - drei Stunden im Monat, 36 Stunden im Jahr.
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Sportliches 'Tagesmenü': Körperliche Fitness Herausforderungen gehören für Polizisten zum Alltag - entsprechend ausgefeilt ist das Gesundheitskonzept für die Beamten.
											Foto: Eisner/ga

Sportliches 'Tagesmenü': Körperliche Fitness Herausforderungen gehören für Polizisten zum Alltag - entsprechend ausgefeilt ist das Gesundheitskonzept für die Beamten. Foto: Eisner/ga

Da ist der Übeltäter auf der Flucht, der eingeholt, gestellt und festgenommen werden muss. "Es hat etwas von Superman", findet Michael Gratze mit Blick auf die Herausforderungen, denen sich Polizisten im Außendienst tagtäglich stellen müssen.

"Eine besondere körperliche Fitness muss da vorhanden sein", sagt der Sportbeauftragte der Kreispolizeibehörde in Siegburg. Das hat auch das Landesinnenministerium NRW erkannt und seinen Beamten 2011 ein Gesundheitskonzept vorgelegt.

"Mit Mitte 40 haben wir ein recht hohes Durchschnittsalter in unserer Behörde", sagt Burkhard Rick, Sprecher der Siegburger Behörde. Damit steige unter den insgesamt rund 500 Mitarbeitern naturgemäß die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten. "Uns ist klar, wir müssen etwas tun", so Rick. Das behördliche Gesundheitsmanagement setzt auf Vorbeugung, und das nicht allein durch Sport.

 Die möglichst flexible Gestaltung der Arbeitszeit soll helfen, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. In Kooperation mit der Kreisverwaltung gibt es zudem Angebote zur Entspannung, wie etwa Yoga oder Tai Chi, oder zur Ernährung. Da ist etwa das Essverhalten im Schichtdienst, so Rick: "Im Nachtdienst braucht es eine andere Ernährung als am Tag."

Ob Fußball, Schwimmen, Badminton oder Nordic Walking, das Dienstsportangebot ist umfassend. "Wir kooperieren auch mit Sportvereinen", sagt Michael Gratze. So kann die Behörde ihren Beamten auch nahe der Wachen sportliche Offerten machen. Wer den geforderten Nachweis seiner körperlichen Fitness erbringt, erhält dafür 16 Stunden "Sonderurlaub", so der Sportbeauftragte.

Manchmal bedarf es aber gar keinen großen Aufwands für ein wenig Sport, beobachtet Gratze: Ein Gang in den Keller etwa genügt für ein Tischtennismatch. Andere Kollegen wechseln schnell die Dienst- gegen die Joggingschuhe und laufen einfach eine Runde um den Block.

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