Fit in den Frühling

Gesundheit als Unternehmensrichtlinie bei der Deutschen Post DHL

BONN.  Briefe sortieren. Päckchen stapeln. Pakete heben, in denen alles sein kann - vom neuen Paar Schuhe bis zum Sofa sozusagen. Dazu noch die typische Büroarbeit: Stunden über Stunden am PC.

Und das alles - von den körperlich herausfordernden bis zu den "Sitz"-Tätigkeiten - wird geleistet von rund 470.000 Mitarbeitern in mehr als 220 Ländern, in denen die jeweilige Kultur und Natur noch ihre ganz individuellen Ansprüche an Gesundheit, Ernährung und Fitness formuliert. Die Deutsche Post DHL zollt den Anforderungen Tribut, indem sie das Thema Gesundheitsvorsorge als Unternehmensrichtlinie festgeschrieben hat.

"Wir haben die 'Toolbox Health Promotion' entwickelt", erzählt Dr. Helmut Minten, Referent Gesundheitsmanagement in der Bonner Konzernzentrale. "Sie umfasst 150 Gesundheitsfördermaßnahmen in 17 verschiedenen Handlungsfeldern." Da geht es um Rücken-Check und Nichtraucherkurs, Abnehm-Workshops und Krebsvorsorge.

Das Gesamtkonzept der Post ist preiswürdig: Schon zweimal wurde das Unternehmen mit dem Corporate Health Award ausgezeichnet - jährlich vergeben von Handelsblatt, TÜV Süd Life Service und EuPD Research an Unternehmen, die sich vorbildlich für die Gesundheit der Mitarbeiter einsetzen.

Dr. Minten sitzt nicht im Post-Tower. Aber er sieht ihn vom Fenster aus: "Mein Arbeitsplatz ist in der sogenannten Ärztevilla auf dem Campus rund um den Tower." Auf dem Bonner Campus sind Fahrradständer fast begehrter als Parkplätze: Etliche Mitarbeiter kommen mit dem Rad zur Arbeit.

"Tower-Radler" nennen sich die Fahrradfahrer selbst - ihre Kollegen in anderen Konzernniederlassungen auf der ganzen Welt sind offensichtlich ebenfalls häufig mit dem Rad unterwegs: "Insgesamt", berichtet Minten, "haben die Post-Mitarbeiter im vergangenen Jahr auf dem Weg zur und von der Arbeit weltweit 900.000 Fahrrad-Kilometer gesammelt." Allein 100.000 davon übrigens von 235 Bonner "Tower-Radlern".

Und das Gesundheitsengagement rechnet sich: "Der Mensch verbringt den Großteil seines Tages am Arbeitsplatz", sagt Minten. "Dann ist das auch der beste Platz für Prävention. Wir können es am Krankheitsstand in den Niederlassungen sehen: Da, wo man den Unternehmensangeboten folgt, sind die Kollegen gesünder."

Dabei gibt es sowohl international gleichartige Gesundheitsangebote als auch spezifische lokale Aktionen, in Bonn etwa die regelmäßigen Lauf-Treffs für Post-Mitarbeiter am Rhein.

Andere Länder, andere Gesundheitsthemen: "In den Post-Niederlassungen in Afrika treten verstärkt Infektionserkrankungen auf", weiß Minten. "In Asien sind es mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diabetes ist in den USA ein großes Thema. Dort ist die vorherrschende Meinung vieler: Was ein Risiko birgt, muss ich eben versichern lassen. Präventivmaßnahmen stehen bei den Menschen dort noch nicht so im Fokus wie in Europa."

Mehr als 50 Betriebsärzte sind, verteilt auf die größten Niederlassungen, bei der Post beschäftigt. Grundsätzlich gilt im Unternehmen: Jeder ist gefordert - die Führungskraft ebenso wie der Assistent.

"Wir haben auch schon für unsere Auszubildenden ein Angebot", sagt Minten: "Das 'Job-Fit-Programm' sorgt dafür, dass auch sie über Fitness und gesunde Ernährung informiert werden."

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