Liebfrauenschule freut sich über neue Mensa

SÜDSTADT.  Mit einer Feier weiht das Gymnasium ihren Speisesaal ein. Er bietet 80 Schülerinnen gleichzeitig Platz.

Feier in der neuen Mensa: Schulleitung, Seelsorger, Schülerinnen, Lehrer und Eltern freuen sich über den Speisesaal. Foto: Barbara Frommann

Dass man unter dem Backsteinbau der erzbischöflichen Liebfrauenschule hindurchgehen konnte, haben die im Herbst eingeschulten Fünftklässler gar nicht mehr erlebt. Im Oktober 2010 war damit begonnen worden, diesen Durchgang zu verbauen. Ein Jahr Bauzeit und einige Monate organisatorischer Verzögerungen später kann der neue Raum endlich genutzt werden - als Mensa. Am Donnerstagabend wurde sie eingeweiht.

"Die Schulen sind im Umbau", stellte der Kölner Domkapitular Prälat Gerd Bachner während eines Wortgottesdienstes fest - für ihn ein gutes Zeichen, auch die Kirche sei einer Baustelle gleich stetig im Wandel. "Die Schule soll euch einen Weg geben, der euch stark macht fürs Leben", sagte er zu den Schülerinnen. Die sollten das als "Geist des Aufbruchs" verstehen und mit dem Mensabau auch einen eigenen geistigen Umbau verbinden.

Daneben habe der Umbau auch den praktischen Grund für das Mädchengymnasium, "als katholische Schule wettbewerbsfähig zu bleiben", sagte Bachner in Bezug auf die Notwendigkeit, durch den Wegfall des 13. Schuljahres und der damit verbundenen Aufstockung des Nachmittagsunterrichtes den Kindern ein warmes Mittagessen zu bieten.

In der Mensa haben rund 80 Schülerinnen gleichzeitig Platz - die Jahrgangsstufen wechseln sich ab, da nicht alle an den gleichen Nachmittagen Unterricht haben. Der Bau wurde laut Schulleiterin Brigitte Lenz mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II finanziert.

Neben der Mensa sind auch ein Erste-Hilfe-Raum, behindertengerechte Toiletten, die Küche und ein Umkleideraum hinter der Turnhalle entstanden, die von Bachner und Schulpfarrer Dominik Schultheis eingesegnet wurden. In der Halle lobte der erzbischöfliche Schulrat Joachim Nielen die Geduld der Beteiligten trotz etlicher Hürden. "In dieser Mensa steckt viel mehr Arbeit, als man sieht", sagte auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Raimund Schulte. Er verkündete, dass die Mensa ab Februar fürs Mittagessen in Betrieb genommen wird.

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