Straßenserie

Konrektor mit Faible für die Heimat

IPPENDORF.  Erich Böger hat Ortsgeschichte geschrieben. Am Hang zum Katzenlochbach zweigt südlich von der Straße Im Acker die Erich-Böger-Straße ab. Sie ist nach dem ehemaligen Konrektor der katholischen Volksschule in Ippendorf benannt.

Die Erich-Böger-Straße liegt am Ippendorfer Hang. Foto: Roalnd Kohls

Böger (1915-1979) kam 1956 aus Dünstekoven und unterrichtete bis 1972. Zudem war er Vorsitzender des Ippendorfer Ortsausschusses und Heimatforscher. 1962 erschien eine von ihm verfasste Ortshistorie "Ippendorf. Geschichte, Brauchtum, Geschichten".

Viel mehr ist über Böger nicht bekannt. 1982 wurde eine Straße nach ihm benannt, bei der es sich um eine Wohnstraße handelt, in der noch alte und denkmalgeschützte Häuser stehen.

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Der Heimatforscher forschte unter anderem über ein altes Weihwasserbecken. Dieses soll in der alten, um 1713 erbauten St.-Barbara-Kapelle in Ippendorf gestanden haben. Das Becken ist heute im Stadtmuseum zu sehen. Bei dem Gefäß aus dem 14. Jahrhundert handelt es sich ursprünglich um einen Mörser, der mutmaßlich auf einem Pfahl montiert am Kapelleneingang stand.

Böger erwähnt in seinem Buch, dass das Becken beim Abriss der alten Kapelle in den 1920er Jahren gefunden worden sei. Außerdem fand der Konrektor 1962 heraus, dass es ein noch älteres Gotteshaus gab als die alte Kapelle, die sich schräg gegenüber, an der Einmündung Lengsdorfer Straße/Röttgener Straße befand.

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