Friedlicher Karnevalsauftakt in Beuel

Beuel.  Die Sicherheitsvorkehrungen am Rheinufer, die starke Präsenz von Polizei und Ordnungsamt sowie die Anti-Alkoholkampagne der Stadt "Keine Kurzen für Kurze" haben sich gelohnt: Der Karnevalsauftakt auf der Schäl Sick verlief gestern friedlich.

Konditionsschwächen zeigen nur wenige Jugendliche am Beueler Rheinufer. Foto: Max Malsch

Diese Bilanz zogen Donnerstagabend alle Sicherheitskräfte und Rettungsdienste. Für die Bonner Polizei verlief der Auftakt des Straßenkarnevals sehr ruhig. Es wurden deutlich weniger alkoholisierte Jugendliche festgestellt. Die gemeinsamen Streifen von Polizei und Ordnungsamt mussten lediglich 40 Bier- und Schnapsflaschen sicherstellen, im vergangenen Jahr wurden 137 Flaschen konfisziert. Keine Schlägereien wurden gemeldet, und die Polizei musste nur wenige Platzverweise aussprechen.

Ein angetrunkener Karnevalist, der an einem geparkten Auto in Beuel einen Seitenspiegel abgetreten hatte, wurde ins Polizeipräsidium nach Ramersdorf gebracht. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen und eine Strafanzeige gegen ihn erstattet. Im Sanitätszelt des Malteser Hilfsdienstes im Park des Mehlemschen Hauses registrierten die Einsatzkräfte auch nur kleinere Blessuren wie Schnittwunden. Hin und wieder spielte mal bei dem ein oder anderen Narren der Kreislauf verrückt.

Am Event-Sprinter, einem Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim und update, der Fachstelle für Suchtprävention von Caritas und Diakonie, kamen Stefan Raschmann und seine Kollegen mit vielen Jugendlichen ins Gespräch.

Es gab dort heiße Getränke und im Tausch gegen Zigaretten und Alkohol sogenannte Safe-Packs gefüllt mit Taschentüchern, Kondomen und Gummibärchen. Auch am Donnerstagabend blieb es in Bonn ruhig. Ein Beamter der Leitstelle: "Es ist weniger los als im vergangenen Jahr. Es sind auch weniger Leute unterwegs."

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