Vierte Wissenschaftsrallye der Uni findet großen Zuspruch

Mit viel Spaß berechneten sie die Schallgeschwindigkeit zwischen einem Ultraschall-Sender und -Empfänger oder entdeckten das Geheimnis des Goldes: Rund 200 Schüler gingen am Samstag in Poppelsdorf auf große Entdeckungstour.
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Foto: Barbara Frommann

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Bonn. Mit viel Spaß berechneten sie die Schallgeschwindigkeit zwischen einem Ultraschall-Sender und -Empfänger oder entdeckten das Geheimnis des Goldes: Rund 200 Schüler gingen am Samstag in Poppelsdorf auf große Entdeckungstour.

Zum vierten Mal veranstaltete die Universität Bonn die Wissenschaftsrallye für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahre. "Wir haben so viele Teilnehmer wie nie", freute sich Rallye-Organisatorin Andrea Grugel. "Die Schüler aus Bonn und der Region sind sehr motiviert." Schließlich gab es tolle Preise zu gewinnen.

Die akademische Schnitzeljagd sei ein Event für Teenager, die der Kinder-Uni entwachsen seien, erläuterte Grugel. Vom Meinhard-Heinze-Haus ausgehend lernten die Jugendlichen zehn Bonner Institute und Museen aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen. Neu dabei waren das Institut für Pflanzen- und Gartenbauwissenschaften sowie das Institut für Molekulare Biomedizin (Limes).

Auch das eine oder andere Studienfach, das in der Schule auf keinem Stundenplan steht, galt es zu entdecken. "Ich hatte einfach mal Lust, das auszuprobieren", sagte der elfjährige Calvin aus Bonn, als er bei den Astronomen in der Volkssternwarte Galaxien klassifizierte.

Zuvor hätten sie bei den Mathematikern erfahren, was platonische Körper sind, erzählte Freund Nico (11): "Das sind Körper, die an allen Ecken gleich aussehen", wandte er das gerade erst Gelernte sofort an. Derweil feierte Marielle Müller aus Troisdorf mit Freundinnen bei der Rallye ihren 14. Geburtstag nach. "Ich war früher bei der Kinder-Uni", berichtete sie.

Sie habe sich die Universität ganz anders vorgestellt, gab Freundin Svenja (14) zu: strenger, wie in der Schule eben. Während das Institut für Pflanzen- und Gartenbauwissenschaften gemeinsam mit den Jugendlichen das Reifestadium von Äpfeln feststellte, galt es im Institut für Landtechnik die Körpersprache von zehn wohl genährten Hühnern einzuschätzen.

Urzeit-Getier gab es unter anderem im Goldfuß-Museum am Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie zu sehen. Beispielsweise das 20 000 Jahre alte Skelett eines Höhlenbären oder den Schädelabguss eines Tyrannosaurus Rex. "Das ist bisher die interessanteste Station", waren Daniel (14) und Jan (13) aus Sankt Augustin begeistert.

Andere Teilnehmer zogen es vor, mit Mitarbeitern des Meteorologischen Instituts eine Wettervorhersage zu wagen. Und im Limes-Institut erfuhren sie, warum Zellen wandern. "Die beißen sich clever durch", zeigte sich Professor Joachim Schultze von den jungen Teilnehmern beeindruckt.

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