Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Unter dem Motto "Talente für Deutschland" versuchte das Zentrum für Begabungsförderung, "Bildung & Begabung", mit Sitz in Bonn herauszufinden, wie man Talente entdeckt und sie optimal fördern kann.
Experten aus Wirtschaft, Begabungsforschung und Schule sowie bereits geförderte Talente diskutierten am Mittwochabend in der Deutschen Welle. Moderator Ingo Zamperoni, selbst "einer von Zigtausenden Schülern von Bildung & Begabung" und heute Moderator des ARD-Nachtmagazins, brachte den Besuchern das Angebot des Zentrums für Begabungsförderung näher. Dessen Förderprogramm erstreckt sich von Akademien wie der Deutschen Schüler-Akademie bis hin zu Wettbewerben wie dem Bundeswettbewerb Mathematik.
Ingrid Gündisch studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin und war schon sechsmal bei der Deutschen Schüler-Akademie dabei. Das erste Mal 1995 als Schülerin, später als Kursleiterin, im vergangenen Jahr leitete sie die Akademie. "Die Schüler-Akademie war ein sehr einschneidendes Erlebnis für mich, so dass ich mich selber einbringen wollte", sagte sie. Die von ihr besuchten Kurse seien "Weichenstellung und Ideengebung" zugleich gewesen, die sie auf ihrem Weg zum Regie-Studium bekräftigten.
Lisa Sauermann (19) studiert Mathematik in Bonn und ist die erfolgreichste Teilnehmerin der Internationalen Mathematik-Olympiade. Sie nahm an Mathewettbewerben von "Bildung&Begabung" teil, die sie "wegen all der vielen Kontakte zu Gleichgesinnten" und der internationalen Ausrichtung mag. Die Olympiade führte sie schon nach Madrid, Hanoi, Kasachstan und Amsterdam. "Erfolg spornt an", sagte die Studentin.
Auf dem Podium diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Begabungsforschung und Schule über Talent. Professor Eckhard Klieme vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main stellte fest, dass allein Talent nicht ausreiche. "Soziale und kommunikative Fähigkeiten sind ebenso wichtig, um sein Talent in die Gesellschaft einbringen zu können." Gestern ging das Programm mit einer Fachtagung für Lehrer, Pädagogen und Wissenschaftler im Wissenschaftszentrum weiter.
Artikel vom 05.12.2011