Bonner Benefizlauf

Startschuss ohne Boxweltmeister

BONN.  450 Teilnehmer haben beim 9. Bonner Benefizlauf ihre Runden auf der einen Kilometer langen Strecke durch die Fußgängerzone gedreht. Von Schirmherr Felix Sturm fehlte jede Spur.
Ein Volkslauf auch für die Familie: Mit der Tochter an der Hand, geht dieses Paar auf den Rundkurs durch die Bonner City.
							Foto: Max Malsch
Ein Volkslauf auch für die Familie: Mit der Tochter an der Hand, geht dieses Paar auf den Rundkurs durch die Bonner City. Foto: Max Malsch

Eigentlich hätte Felix Sturm am Sonntag Morgen den 9. Bonner Benefizlauf auf dem Marktplatz eröffnen sollen. Weil der Boxweltmeister aber nicht auftauchte, fiel der Startschuss am Sonntagvormittag ohne den Schirmherrn.

Die rund 450 Teilnehmer schienen sich davon nicht die Laune verderben zu lassen und drehten bei strahlend blauem Himmel ihre Runden auf der einen Kilometer langen Strecke durch die Fußgängerzone.

Organisator Frank Tolksdorf war dennoch etwas enttäuscht, dass es keinen neuen Teilnehmerrekord gab. "Dabei bekommen die Läufer hier alles geboten, was ein Volkslauf braucht und das für einen guten Zweck." Tolksdorf hatte den Benefizlauf 2004 nach der Tsunami-Katastrophe ins Leben gerufen.

"Ich wollte nicht nur spenden, sondern selber aktiv werden." Der Erlös geht diese Mal an das Projekt "Kids for Future", das der Boxverein Faustkämpfer Köln-Kalk initiiert hat.

Mehr als 100 Kinder und Jugendliche werden in dem Sozialprojekt von Boxtrainern trainiert, aber auch pädagogisch betreut, unter anderem durch schulische Beratung und Hilfen bei den Hausaufgaben. Felix Sturm ist der Pate der "Kids for Future" - und blieb bis zum Schluss des Benefizlaufs verschollen.

Vielleicht war der Boxweltmeister am Sonntag schon in Gedanken bei seinem nächsten Kampf. Im April wird der 33-Jährige in der Kölner Lanxess-Arena gegen den ehemaligen WBC-Champion Sebastian Zbik antreten, und will seinen Gürtel im Mittelgewicht am Freitag, den 13., zum 13. Mal verteidigen.

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