Salierweg

Stadt Bonn saniert größtes Klärwerk für 920.000 Euro

BONN.  70 Meter ist er hoch und seit 31 Jahren im Betrieb - der Rauchgasschornstein im Klärwerk am Salierweg. Nur einmal, so Tiefbauamtsleiter Werner Bergmann, habe er in dieser Zeit saniert werden müssen. "Die zweite Behandlung in 30 Jahren, das ist eine gute Standzeit", sagt Bergmann.
Tiefbauamtsleiter Werner Bergmann im Klärwerk am Salierweg: Er erklärt, welche Sanierungsarbeiten an der größten Anlage ihrer Art notwendig sind. Foto: Barbara Frommann

Doch mittlerweile ist eben diese zweite Sanierung fällig, die Oberfläche hat Risse. Um die sichere Statik weiter zu gewährleisten, musste die Stadt handeln. "Wir packen den Schornstein in eine Vliesmatte, die witterungsbeständig und UV-abweisend ist", so Bergmann. Die Sanierung des Schornsteins ist nicht die einzige Reparatur, die fällig ist. Auch das 740 Quadratmeter große Dach der Ofenhalle, in der anfallender Klärschlamm verbrannt wird, wurde erneuert. Bis vor kurzem mussten Sicherheitsnetze den möglichen Absturz von Glasscheiben verhindern. Nun wurde das Glasdach durch Aluminium ersetzt.

Dies sorgt laut Richard Esser, Leiter der Kläranlage, nicht nur für mehr Sicherheit, sondern hat auch Vorteile für die Beschäftigten in der Halle. "Die Halle heizt sich nicht mehr unkontrolliert auf, das Klima hat sich erheblich verbessert", sagte Esser. Investieren muss die Stadt außerdem, um das Klärwerk technisch auf dem neuesten Stand zu halten. Nach 31 Betriebsjahren müssen unter anderem die Brenner der Öfen erneuert werden.

920 000 Euro kostet nach Angaben der Stadt die Sanierung der größten der vier Bonner Klärwerke; rund 3,5 Millionen Euro gibt die Stadt seit 2011 jährlich aus, um die vier Bonner Klärwerke auf dem neuesten Stand zu halten. Neben dem Standort Salierweg sind das die Standorte Beuel, Duisdorf und Bad Godesberg. Im Klärwerk Salierweg wird das Misch- und Schmutzwasser der Stadt Bonn geklärt und außerdem der Klärschlamm aus den anderen Bonner Klärwerken verbrannt.

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