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Ermekeilkaserne in Bonn
Sieger des Ideenwettbewerbs steht fest
Von Martin Ochmann
BONN. Der Sieger des städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur zivilen Nutzung der Ermekeilkaserne steht fest. Am Freitag hat die Jury die Gewinner bekannt gegeben.
Der erste Preis geht an Hanna Knopinski und Daniel Tries, beide haben an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund studiert. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.
Der Entwurf der beiden Absolventen soll nun als Grundlage für die Nutzung und Entwicklung des Geländes dienen. Der Kölner Architekt und Juryvorsitzende Walter von Lom lobte unter anderem, dass die Pläne ein "breites Spektrum an möglichen Entwicklungen unter Berücksichtigung der Altbauressource" bieten würden.
Soll heißen, die Pläne des Siegerpaares sehen vor, dass die Altbauten auf dem 24 000 Quadratmeter großen Gelände mit insgesamt fünf Gebäudekomplexen, die teilweise unter Denkmalschutz stehen, stehen bleiben und umgenutzt werden sollen.
Von Lom lobte außerdem, dass dieser Plan das Quartier zur Reuterstraße öffne und "das Quartier auf der Reuterstraße erlebbar wird".
Der zweite Platz, dotiert mit 1000 Euro, geht an Martin Smyk und Marc Horstmeier von der Fakultät Städtebau der Fachhochschule Dortmund. Es sei ein "sehr gekonnter" Vorschlag, der aber auch sehr konventionell sei. Während der Entwurf des Siegerpaares auf Öffnung setze, betone dieser Entwurf den typischen Charakter der Blockrandbebauung in der Südstadt mit geschlossenen Innenhöfen.
Gewünscht sei jedoch laut Stadtbaurat Werner Wingenfeld "Öffnung, Lebendigkeit , dass man den Raum öffentlich nutzen und sich treffen kann". Ansonsten hätten die Teilnehmer nicht viele Vorgaben bekommen, sie sollten Ideen für eine "Mischnutzung mit dem Schwerpunkt Wohnen" vorschlagen.
Sollten die Ideen umgesetzt werden, könnten auf dem Areal rund 250 Wohnungen mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Laut Wingenfeld sind verschiedene Wohnformen denkbar, betreutes Wohnen, Studenten- oder Seniorenwohnungen.
"Wir wollen nicht nur hochpreisigen Wohnraum, sondern unterschiedliche Angebote, weil der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum groß ist", sagte Wingenfeld. Wichtig sei, dass die Stadt bei der Umsetzung künftig das Sagen habe und Einfluss nehmen könne. Möglich sei auch, dass sie das Gelände selber kaufe.
Artikel vom 17.03.2012
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