Für Gewaltopfer

Schweigen auf dem Bonner Marktplatz

BONN.  Der Gewerkschaftsbund und die Arbeitgeberverbände haben für Donnerstag, den 23. Februar, 12 Uhr, zu einer Schweigeminute aufgerufen.

Sie bitten darum, in der Arbeit inne zu halten, um der Opfer rechtsextremistischer Gewalt zu gedenken. Die Schweigeminute findet zeitgleich mit dem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt statt.

"Mit dieser bundesweiten Aktion, die zeitgleich mit dem Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremer Gewalt stattfindet, wollen auch wir hier in unserer Region ein deutliches Signal setzen und uns gegen rechtsextreme Gewalt zur Wehr setzen.

Arbeitgeber und Gewerkschaften treten gemeinsam ein für ein Deutschland, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben", teilen der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Bonn/Rhein-Sieg, Karl O. Schucht, und der ehrenamtliche Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg, Ingo Degenhardt, mit.

Die Beschäftigten sollen an ihren Arbeitsplätzen oder an zentralen Orten ihrer Arbeitsstätte der Opfer gedenken. Darüber hinaus laden Arbeitgeberverband und DGB in Bonn am gleichen Tage um 12 Uhr zu einer öffentlichen Schweigeminute auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus ein.

Unterstützt wird der Aufruf unter anderem von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer und Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa.

Auch Busse und Bahnen der Stadtwerke Bonn werden um 12 Uhr kurz an Haltestellen halten, um ein Zeichen der Anteilnahme zu geben. Die Bonner Fahrgäste werden durch Hinweise auf den Anzeigetafeln und durch Lautsprecherdurchsagen an den Haltestellen informiert.

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