Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Eine Gas- und eine Dampfturbine für ein Kraftwerk in Hürth-Knapsack werden am Freitag am Anleger der Mondorfer Fähre in Graurheindorf vom Schiff auf Tieflader verladen, die dann in der Nacht bis Bornheim-Walberberg fahren sollen.
Hier ist alles Präzisionsarbeit. Auf einem Ponton liegen die aus Berlin und Mühlheim/Ruhr angelieferten Turbinen. Von dort aus muss eine Brücke ans Rheinufer errichtet werden. Ein Schwerlastkran hebt die Brückenelemente an ihren Platz, die Arbeiter verankern sie. Dann geht's los: Die Dampfturbine - sie hat einen Durchmesser von 6,40 Meter und ist 7,50 Meter lang - steht abfahrbereit auf einem Tieflader. Zwei Zugmaschinen ziehen das rund 200 Tonnen schwere Element an Land.
Die Gasturbine, die auf dem Ponton auf vier Stempeln ruht, muss zunächst auf einen Spezialanhänger umgeladen werden. Rückwärts schiebt sich der Hänger genau zwischen die Stempel und unter die Turbine. Da passt kaum ein Blatt Papier dazwischen. Die Ladefläche des Tiefladers hebt sich hydraulisch an, so können die Stempel entfernt werden. Um die Turbine, die 307 Tonnen auf die Waage bringt, 10,50 Meter lang ist und einen Durchmesser von 5,20 Metern hat, den steilen Fähranleger hochzuziehen, sind drei Zugmaschinen notwendig.
Der Plan: Ab Mitternacht fährt der Schwertransport im Konvoi über Hersel, Wesseling, Sechtem und Merten bis Walberberg. Von dort wird er in der Nacht auf Sonntag ab 22 Uhr weiterfahren.
Erst am Montag werden die Laster das Kraftwerk in Hürth erreichen. Erstaunlich die Ausmaße: Der Transporter der Dampfturbine hat eine Gesamtlänge von gut 50 Metern, der der Gasturbine teils mehr als 100 Meter: Letztere wird mehrfach auf unterschiedliche Hänger umgeladen, weil das Gewicht zur Brückenquerung auf noch mehr Achsen verteilt werden muss.
Artikel vom 03.02.2012