Pauke GmbH: Noch keine Rettung in Sicht | GA-Bonn

Pauke GmbH

Noch keine Rettung in Sicht

Bonn.  Die Pauke steht vor großen finanziellen Problemen. "Da auch die Stadt Bonn ihre Mittel gekürzt hat, wird es in diesem Jahr ist sehr eng", sagt Gerhard Wolf. Der Bund stellt nämlich den freien Trägern weniger Geld zur Verfügung.

Susanne Wagner (links), Ruth Küpper und Eike Kutsche (rechts) von der Jugendkirche St. Franziskus übergeben Christina Glufke (Mitte)und Gerhard Wolf die Spende. Foto: Roland Kohls

"Das ist eine super Motivation für unsere Auszubildende", freute sich Gerhard Wolf, Geschäftsführer der Pauke Bonn. Es nahm stellvertretend für den Förderverein im Kulturbistro Pauke-Life eine Spende von 800 Euro entgegen. In Form eines symbolischen Schecks übergab das Team der Bonner "Nacht der spirituellen Lieder", Eike Kutsche Susanne Wagner und Ruth Küpper den Betrag.

Das Geld kommt den beiden Umschülern und dem Auszubildenden im Küchenbetrieb der Pauke zugute. Arbeitsmaterialien, wie ein Messersortiment, das keinem Koch fehlen darf, Lehrbücher und die Finanzierung der Nachhilfekräfte - es sind elementare Dinge, in die die gemeinnützige Pauke GmbH die Spendengelder investieren werde und gerade deshalb sind sie "sehr hilfreich" , erklärte Wolf.

Bei den Teilnehmern des Arbeitsprogramms handelt es sich um Menschen über 40, die mit der Berufsausbildung und der Aufholung von Bildungsdefiziten, langfristig den Sprung aus der Drogenabhängigkeit schaffen wollen. Dabei betont Wolf den Stellenwert, den die Arbeit auf diesem Weg inne hat. "Arbeit, der Aufbau einer geregelten Tagestruktur und sozialer Beziehungen bilden 80 Prozent des Weges aus der Abhängigkeit."

Die Pauke steht vor großen finanziellen Problemen. "Da auch die Stadt Bonn ihre Mittel gekürzt hat, wird es in diesem Jahr ist sehr eng", sagt Gerhard Wolf. Der Bund stellt nämlich den freien Trägern weniger Geld zur Verfügung. 2011 hatte die Stadt die Lücke teilweise geschlossen. Mit einer Unterschriftenaktion vor der Ratssitzung hatte die Pauke im Februar auf ihre schwierige Lage hingewiesen. Dennoch fehlen allein im diesem Jahr rund 50.000 Euro. "Wenn die Suchthilfeträger aufgeben vergrößert sich die Szene", sagt Wolf.

Die Spende stammt aus den Spenden der Besucher der ersten Nacht der spirituellen Lieder, die am 27. April in der Jugendkirche St. Franziskus stattfand. Rund 200 Menschen aller Glaubensrichtungen versammelten sich in der Jugendkirche zum gemeinsamen Singen und Tanzen. "Wir haben im Vorfeld von der schwierigen finanziellen Situation erfahren, in der sich die Pauke befindet", sagte Susanne Wagner über den Hintergrund der Zusammenarbeit.

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