Melbbad bleibt wohl 2009 zu | GA-Bonn

Melbbad bleibt wohl 2009 zu

Politiker bekennen sich zu dem Freibad, wollen aber erst Ende Oktober eine endgültige Entscheidung treffen.
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 Foto: Frommann

Bonn. Wie geht es mit dem Melbbad weiter? Öffnet es im Frühjahr 2009 wieder? Wer definitive Antworten darauf erwartet hatte, wurde am Mittwochabend in der gemeinsamen Sondersitzung des Sportausschusses, der Bezirksvertretung Bonn und des Projektbeirats Bäder enttäuscht.

Zwar betonten Vertreter aller Fraktionen, wie wichtig ihnen das Poppelsdorfer Freibad sei. "So früh als möglich", solle es wieder öffnen, möglichst schon 2009. Und sie alle einte das Bekenntnis: "Das Melbbad bleibt bestehen." Aber: Die Schar der Politiker, von denen eine Weichenstellung zur Zukunft des Poppelsdorfer Freibades erhofft wurde, vertagte die Entscheidung praktisch um fünf Monate.

Bis zur Ratssitzung am 23. Oktober, so gaben sie der Stadtverwaltung einstimmig als Auftrag auf den Weg, solle eine Entscheidungsgrundlage mit allen Lösungsvarianten erarbeitet werden - ausdrücklich aber nicht nur zum Bau eines Naturbades beziehungsweise Naturbadesees ( der GA berichtete), sondern auch für alle anderen Möglichkeiten.

Sogar das so genannte Investorenmodell, einen Teil des Grundstücks zu verkaufen und damit den Badneubau zu finanzieren, ist nicht vom Tisch. Das hätte die Verwaltung gerne gehabt, denn "wir halten von dieser Lösung nichts", sagte Sportdezernent Ludwig Krapf ganz deutlich.

Ausdrücklich in den Blickpunkt rückt nun auch diese Variante: Das Melbbad könnte als herkömmliches Freibad, nur mit kleineren Becken, neu gebaut werden. Mit 25 statt 50 Meter langem Schwimmerbecken, und mit kleinerem Nichtschwimmerbecken, wie es die CDU ins Gespräch brachte.

Das hätte eventuell den Vorteil, dass die Mini-Version weniger als die bisher geschätzten 5,4 Millionen Euro für die Komplettsanierung kosten könnte. Und auch die spätere Unterhaltung und der Personalbedarf könnten dem Anschein nach minimiert werden.

Für den Förderverein "Unser Melbbad" ist das weitere Vorgehen zwar zufriedenstellend. "Aber ich hätte mir einen früheren Beschluss als im Oktober gewünscht", sagte Vorsitzender Jürgen Broich. "So aber sehe ich eine Öffnung im nächsten Jahr als nicht realistisch an."

Ohnehin wird es erst im Oktober zum Schwur kommen, wenn alle Lösungsmöglichkeiten mit den genauen Kosten auf dem Tisch liegen. Denn dann muss der Stadtrat über Absichtserklärungen hinaus sagen, wie er das finanzieren will.

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