Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile im Internet und war am Sonntagnachmittag Hauptthema beim Buschdorfer Advent: Am Freitagabend haben nach Angaben des SV Buschdorf Unbekannte versucht, einen D-Jugend-Spieler nach dem Training in ein Auto zu zerren und zu entführen. Das bestätige Clubchef Waldemar Kossak am Sonntag dem General-Anzeiger.
Demnach hatte das Jugendteam gerade sein Training beendet, als sich der Zwölfjährige gegen 19.30 Uhr über den rund 500 Meter langen, dunklen Weg vom Sportplatz auf den Heimweg machte. Alleine. Irgendwo müssen ein weißer VW-Bus und ein grauer Pkw auf ihn gewartet haben. Der Junge soll, so der Verein, in den VW-Bus gezerrt worden sein, konnte sich allerdings befreien.
"Er hatte gottseidank seine Trainingsjacke offen, an der er festgehalten wurde. Er konnte sie abstreifen und zurück zum Sportplatz flüchten", sagte Kossak am Sonntag. Der Zwölfjährige habe sofort einen der Trainer informiert.
Der wiederum habe die Polizei alarmiert. Nach Angaben des Trainers hätten Polizisten über ähnliche Fälle in Lessenich, Dransdorf und Tannenbusch berichtet. Die diensthabenden Beamten der Leitstelle konnte das gestern auf Nachfrage nicht bestätigen, wollen der Sache aber heute nachgehen.
Einen Kurzbericht über den Vorfall mailte Kossak umgehend an andere Clubs, später verbreitete sich die Nachricht über Mails, Facebook und der Homepage des SV Buschdorf 02 unter allen Bonner Sportvereinen. Viele reagierten beunruhigt und besorgt.
Schon gestern Nachmittag verteilten Kossak und andere Vereinsmitglieder Handzettel, mit dem sie vor allem Eltern warnen wollen. Darin enthalten ist der Appell, dass die Kinder gerade in der dunklen Jahreszeit "auf keinen Fall allein, sondern nur in Gruppen unterwegs sein sollten."
Artikel vom 12.12.2011