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Tief bewegt zeigten sich Schüler des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums von der überraschenden Leukämieerkrankung der Oberpleiser Lehrerin Monika Werfel. Um die Suche nach einem geeigneten Knochenmarkspender für die Lehrerin des Oberpleiser Gymnasiums am Oelberg zu unterstützen, wurde jetzt am Ernst-Kalkuhl Gymnasium eine Typisierungsaktion durchgeführt.
Zudem haben die Organisatoren des Schulkonzertes am Sonntag beschlossen, die Hälfte des Konzerterlöses der Deutschen Knochemarkspenderdatei (DKMS) zu geben.
"Wir sind als Schüler der Stufe 13 im direkten Umfeld betroffen. Monika Werfels Kinder gehen mit uns hier zur Schule. Da war es naheliegend, dass wir uns direkt engagieren", erklärte Bernhard Hess, Mitorganisator des Schulkonzertes. Insgesamt 83 neue Spender konnten erfasst werden. "An der Aktion haben ebenso Schüler wie Lehrer teilgenommen", erklärte Lehrerin Grita Thomas.
Auch Hess hat sich in die DKMS eintragen lassen. "Ich bin seit einiger Zeit Blutspender und hatte schon länger vor, mich typisieren zu lassen. Es ist ja kein großer Aufwand", sagte er. Zwei Verfahren gebe es zur Erfassung der Werte. "Man kann eine Blutprobe nehmen oder wie bei uns einen Wattestäbchentest durchführen", so Hess. Dabei werde ein Wattestäbchen einige Zeit an der Mundschleimhaut gerieben und später im Labor ausgewertet.
"Die Suche nach einem geeigneten Spender ist aufwendig, aber vielleicht hat man ja Glück", hoffte Konzert-Mitorganisator Max Schnippering. Um die Arbeit der DKMS zu unterstützen, habe man gemeinsam beschlossen, die Initiative auch finanziell zu unterstützen. "Beim Schulkonzert treten alle Schüler auf, die sich irgendwie musikalisch einbringen wollen.
Sie bringen natürlich viele Eltern und Freunde mit", so Schnippering. Musikalisch sei das Konzert so breit angelegt, dass für jeden Geschmack etwas dabei sei. "Die Stücke reichen von Vivaldis vier Jahreszeiten bis hin zu Rihannas Umbrella", sagte er. Die andere Hälfte des Erlöses wird der Stufe 13 für die Abivorbereitungen zur Verfügung gestellt.
DKMS: Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei wurde vor 20 Jahren zur Stammzellspendersuche für Leukämiepatienten gegründet. 26000 Spender konnten Erkrankten seitdem neue Hoffnung geben. Seit 1994 stehen für den Dateiausbau keine öffentlichen Gelder mehr bereit. Die DKMS ist seitdem auf Spenden angewiesen. Jährlich werden etwa 700 Typisierungsaktionen durchgeführt und 250.000 mögliche Spender aufgenommen.
Artikel vom 14.02.2012