Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Erinnert sei da nur an die fast endlose Geschichte der Lidl-Ansiedlung in Bechlinghoven. Wie hat sich die Verwaltung ins Zeug gelegt, um dort den Discounter zu verhindern.
Dennoch: Seit der Gutachter Donato Acocella sein Einzelhandels- und Zentrenkonzept vorgestellt hat, sind fünf Jahre vergangen. Manche sagen, das Gutachten sei schon damals überholt gewesen. Andere sagen, die Verwaltung trage das Gutachten wie eine Bibel vor sich her, nur um Ansiedlungen zu verhindern. Manches von dem, was die Gutachter damals vorschlugen, war tatsächlich irritierend - etwa die Empfehlung, auf dem Parkplatz am Sankt Josef Hospital Einzelhandel anzusiedeln.
Allerdings muss man dem Gutachter zugute halten, dass er in seiner Analyse flächendeckend für ganz Beuel "erheblichen Handlungsbedarf" für Einzelhandel sah - insbesondere für Lebensmittelgeschäfte, für Läden, die den täglichen Bedarf abdecken.
Beuel und seine Ortsteile haben sich in den vergangenen Jahren immens entwickelt, und sie tun es immer noch. Die Vorstellungen der Stadt sind daher von gestern. Ihr Festhalten an zentrenschädlichen Ansiedlungen ist mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar. Man stelle sich doch einmal vor: Da wird einem Investor untersagt, auf einem Areal für einen Lebensmittelsupermarkt zu bauen - und gleich daneben wird ein Aldi-Markt genehmigt. Absurd.
Es wird Zeit, dass sich Politik und Verwaltung ernsthaft mit den Vorschlägen potenzieller Investoren beschäftigen und sich für unkonventionelle Pläne offen zeigen. Letztlich kommt das den Bürgern zugute.
Artikel vom 22.02.2012