Kommentar: Schneller entscheiden

Die freien Träger bieten einiges für Kinder und Jugendliche. Und entlasten mit ihren Angeboten, zum Beispiel Freizeiten und Sommerlagern, auch die Eltern.

Doch um ihre Projekte aufrecht zu erhalten und für die Zukunft planen zu können, sind sie auf städtische Zuschüsse angewiesen. Und nicht nur das: Dieses Geld, das den Trägern zusteht, muss auch pünktlich gezahlt werden. Falls das nicht geschieht, klaffen Löcher in den Kassen, geplante Projekte können nicht mehr in Angriff genommen werden.

Es ist nachvollziehbar und lobenswert, dass die Stadt nach der Affäre um den Ex-Leiter des Ako-Pro-Vereins genauer hinschaut. Da kann es schon mal ein wenig länger dauern, bis einem Förderantrag stattgegeben wird. Außerdem haben diejenigen, die ihre Zuschussanträge bis Dezember eingereicht hatten, laut Stadt mittlerweile 75 Prozent des Geldes erhalten.

Unverständlich ist allerdings, dass die Anträge der freien Träger wegen einer verwaisten Stelle liegengeblieben sind. Seit Herbst 2011 ist sie frei und erst vor zwei Wochen neu besetzt worden. Das darf nicht mehr passieren.

Vor allem nicht, wenn dies zu Lasten von Kindern und Jugendlichen geht. Diejenigen, die über die Neubesetzungen entscheiden, sollten in Zukunft ein wenig schneller arbeiten.

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