Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Mit erheblichen Startschwierigkeiten hatte der Bonner Weihnachtscircus bei seiner Premiere am Dienstag zu kämpfen. Während vor dem Eingang Demonstranten wie angekündigt gegen die Zurschaustellung von Wildtieren protestierten und laut "Kein Applaus für Tierquälerei" skandierten, verzögerte sich im Zelt der Premierenbeginn aus anderen Gründen. Alle Sitzplätze waren belegt, als noch eine lange Schlange von Gästen mit Eintrittskarten auf den Einlass wartete.
Entnervt verließen einige Gäste schließlich das Zirkuszelt. Die Mehrheit ließ sich aber nicht entmutigen. Dankbar wurden schnell organisierte Sitzplätze auf Bierbänken und Behelfsstühlen angenommen, bis schließlich Manegenchef Alex Ramien die ersehnten Worte sprach: "Vorhang auf - Manege frei".
Kaum hatten die beiden Spitzenclowns Totti Alexis und sein legendärer Vater Toni Alexis den Ring betreten, war der Zauber der Zirkuswelt augenblicklich spürbar und jeder Unmut auch bei noch stehenden Gästen verflogen. Es war eine Selbstverständlichkeit, dass Clown Toni Alexis das Programm eröffnete, feiert der hochdekorierte spanische Clown doch schließlich beim Bonner Weihnachtscircus sein 50. Manegen-Jubiläum.
Mit Sohn Totti und seiner Frau Jeanette verzauberte er junge und alte Gäste über den ganzen Abend mit vielen kleinen sehr klassischen Clownerienummern im Handumdrehen.
Auch im weiteren Programm traf Zirkusdirektor Manuel Fischer den Geschmack seines Publikums. Mit der Verpflichtung der Gruppe "Globe of Speed" und ihrer Motorradperformance in einer gigantischen Stahlkugel und der ghanaischen Artistentruppe Ndux Malax stellt er zwei Nummern vor, die aus der RTL-Show "Das Supertalent" bekannt sind.
Vor allem Ndux Malax ließen die Besucher angesichts der atemberaubenden fast unmenschlich wirkenden Verbindung von Schlangenmenschenshow und Akrobatik staunen. Nicht nur einmal hörte man es flüstern: "Das ist doch nicht möglich." Auch Dompteur Joe White bekam trotz Proteste vor dem Zelt für seine Auftritte anhaltenden Applaus. "Natürlich kann man es kritisieren, aber letztlich muss man dem Zirkus und dem Veterinäramt vertrauen", sagte eine Besucherin.
Der Zirkus
Der Bonner Weihnachtscircus gastiert bis Sonntag, 8. Januar, auf dem Platz vor der Beethovenhalle. Vorstellungen finden täglich um 15 und um 19 Uhr statt (an den Feiertagen um 14 und 19 Uhr; Neujahr keine Vorstellung). Eintrittskarten kosten je nach Platzkategorie 18,20 Euro bis 41,20 Euro und sind an der Zirkuskasse oder den in den GA-Zweigstellen erhältlich. Infos auf: www.bonner-weihnachtscircus.de.
Artikel vom 21.12.2011