Gewinnerband des Wettbewerbes toys2masters stehen fest

Bonn.  The Jabs aus Bergheim gewannen souverän den Bandcontest toys2masters. Vier Leichtverletzte gabs beim Pogo-Tanz.

Nach mehr als fünf Stunden des Bangens und Hoffens stand am Samstag im Beueler Brückenforum um 23.35 Uhr die diesjährige Gewinnerband des Wettbewerbes toys2masters fest: The Jabs aus Bergheim bei Köln.

Sechs Final-Bands hatten zuvor alles gegeben, um zu gewinnen. Eine Fachjury und das Publikum bestimmten zu gleichen Teilen die Gewinner. Cyrus Valentine, Geschäftsführer von "Das Musiknetzwerk" und Organisator des Wettbewerbes, kürte schließlich The Jabs zur Gewinnerband der 17. Auflage von toys2masters (t2m). Freudig nahmen die vier Jungs ihre Preise im Gesamtwert von über 15.000 Euro entgegen. Es gab nicht nur einen Wanderpokal, sondern auch eine CD-Produktion, ein professionelles Foto-Shooting, den Dreh eines Musikvideos und weitere wertvolle Sachpreise für die sympathische Band.

Infos
"Es ist ein großartiges, unbeschreibliches Gefühl, gewonnen zu haben", erzählte sichtlich gelöst Sia, der Sänger und Schlagzeuger der Band. "Was uns aber vor allem sehr freut, dass eine Band mit Migrationshintergrund einen solch großen Wettbewerb gewonnen hat. Wir hatten, wenn überhaupt, mit einem vierten Platz gerechnet", so der junge Sänger weiter.

Sieger kommen aus den unterschiedlichsten Ländern

The Jabs, das sind Sia, David, Arif und Lucas. Sie kommen aus der Türkei, Brasilien, Iran und Polen. Jeder hat einen komplett anderen Musikgeschmack, was sie aber nicht daran hindert, gemeinsam zu musizieren. Sie bezeichnen sich als eine Alternative Rock/Pop-Band und begeisterten mit ihrer Musik das Final-Publikum im Brückenforum.

Sie spielten mit einer Leichtigkeit, als hätten sie nie etwas anderes in ihrem jungen Leben gemacht. Besonders beeindruckend war die Leistung von Sia. Er singt nicht nur, sondern spielt gleichzeitig auch Schlagzeug und hat die Rolle des Publikums-Animateurs inne.

"Die verrückteste Band, die je bei t2m mitgemacht hat", so Moderatorin Shirin Valentine. Geradezu bescheiden äußerte sich Sia zur Band-Zukunft: "Wir machen jetzt mit einem noch größeren Antrieb weiter Musik. Wenn man Erfolg hat, dann hat man ihn, und wenn nicht, dann eben nicht."

Auf dem zweiten Platz landete die Band Bekahoona aus Aachen, die außerdem für den besten Schlagzeuger und den besten Gitarristen ausgezeichnet wurde. Platz drei belegte die Bonner Band Moonstruck.

Positive Bilanz

Christoph Scheel, Projektleiter von t2m, äußerte sich nach dem Finale erfreut: "Es war super. Mit mehr als tausend Besuchern waren mehr Menschen gekommen als erwartet." Die Bands organisierten für ihre Fans rund zehn Fanbusse, die die Friedrich-Breuer-Straße vor und nach dem Finale verstopften. "So viele Fanbusse waren es noch nie", so Scheel.

Die 17. Auflage von t2m war ohnehin eine besondere. Es gab einen Teilnehmerrekord, erstmals musste das Finale vom Pantheon ins größere Brückenforum verlegt werden, und mit der Videoproduktionsfirma mindandvision konnte ein Livestream für Daheimgebliebene angeboten werden.

Einen Zwischenfall gab es während des Auftrittes der Alternative-Metal Band Bleeding Mind. Beim sogenannten Pogo-Tanz gab es insgesamt vier leicht verletzte Fans. Moderatorin Valentine unterbrach den Auftritt der Band und drohte mit dem Abbruch des Konzertes, sollten sich die Fans nicht anders verhalten. "Dies hier ist ein Konzert, keine Schlägerei", so die Moderatorin.

2012 geht der Bandcontest in eine nächste Runde. Ab sofort werden Anmeldungen entgegengenommen.

 

Artikel bookmarken bei... Facebook retweet Del.icio.us in Google Bookmarks speichern bei Mister Wong speichern bei Webnews speichern Yigg
Abo-Bestellung

Anzeigen

Anzeige

Anzeigen